23.02. | 2012

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Swisscanto: Hochzinsanleihen derzeit mit attraktivem Risiko-Ertrags-Profil

Risikofreudigere Anleger, die in der Vergangenheit in risikoreichere Hochzinsanleihen (High-Yield-Anleihen) investiert haben, konnten sich über beachtliche Renditen freuen. Im Zeitraum von 15 Jahren wurde ihre Risikobereitschaft mit einer durchschnittlichen von 10,5 Prozent belohnt, wie Roland Hausheer, Portfolio Manager bei der Schweizer Fondsgesellschaft Swisscanto in einer aktuellen Mitteiloung schreibt. Und auch in diesem Jahr sieht er kein Ende der Erfolgsgeschichte von High-Yields, weil sie aus seiner Sicht ein attraktives Risiko-Ertrags-Profil aufweisen:  „Neben der sehr hohen Risikoprämie gegenüber Investment Grade-Anleihen spricht die tiefe Ausfallrate, die wir im High-Yield-Sektor erwarten, für ein Investment in Hochzinsanleihen", so Hausheer.

Ausfallrate vorsichtig auf fünf Prozent geschätzt
Mit hoher Profitabilität, komfortablen Reserven an flüssigen Mitteln, moderater Verschuldung und damit niedrigen Ausfallrisiken seien Unternehmen, die am Kapitalmarkt auftreten, derzeit ein stabilisierender Faktor für das Finanzsystem, führt der Fondsmanager weiter aus.  Unterstützt durch umfangreiche Refinanzierungsaktivitäten in den Jahren 2010 und 2011 bestehe kurzfristig eher wenig Finanzierungsbedarf kapitalmarktaktiver Unternehmen in Europa und den USA.

Sollte die Wirtschaft aber in die Rezession abgleiten, könnten mehr Schuldner ihre Kredite oder Anleihen nicht mehr bedienen als bei einer rund laufenden Konjunktur. Wenn das Wachstum negativ ist, sind die Kreditausfälle hoch. Am Markt für Hochzinsanleihen wird eine solche Konstellation mit Kursverlusten vorweggenommen. Genau dies sei aber bereits in der zweiten Jahreshälfte 2011 geschehen. "Weil wir in der Eurozone mit einer milden Rezession als Basis-Szenario rechnen, schätzen wir die Ausfallrate im High-Yield-Sektor dieses Jahr vorsichtig auf fünf Prozent. Bei den Kursen, die wir derzeit am High-Yield-Markt sehen, werden heute bereits weitaus höhere Ausfallraten berücksichtigt. Das ist typisch für eine Unsicherheitsphase, in der Risiken gern überschätzt werden", erläutert Hausheer.

Kurze Duration limitiert Risiko bei steigenden Zinsen
Ein Problem, das bei Hochzinsanleihen mehr als bei normalen Rentenpapieren im Vordergrund steht, ist die Laufzeit, weil sich dadurch vor allem in Krisenzeiten auch die Gefahr eines Ausfalles erhöht. Eine Möglichkeit, dem zu entgehen, ist die Anlage in kürzer laufenden Anleihen: "Bei unserem eigenen High-Yield-Fonds sind wir den wachsenden Bedenken in Bezug auf die europäische Konjunktur ein Stück weit ausgewichen, indem wir uns zuletzt verstärkt in US-amerikanischen High-Yield-Anleihen engagiert haben. Der Fonds weist derzeit eine Duration von etwas mehr als zwei Jahren auf. Das bedeutet: Es werden überwiegend kurzlaufende Anleihen gehalten. Für den Fall, dass die Zinsen steigen sollten, ist ein Anleger damit gut abgesichert", erklärt Hausheer. (jb)

Quelle:FONDS professionell

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