03.02. | 2012

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Stabilitas: Edelmetall-Hausse bleibt auf der Agenda

So enttäuschend das Jahr 2011 für Edelmetalle und Rohstoffe zu Ende gegangen ist, so erfreulich hat es 2012 begonnen. Bereits seit Anfang Januar ging es für die Mehrzahl der Edel- und Basismetalle aufwärts. „Diese Entwicklung belegt, wie übertrieben die Ängste vor Konjunktureinbrüchen und Rezessionen im letzten Jahr waren“, erklärt Martin Siegel, Edelmetallexperte und Geschäftsführer der Stabilitas Fonds GmbH. „Der Markt erkennt das jetzt und die Preise passen sich den fundamentalen Rahmendaten an.“

Die jüngsten Äußerungen von Vertretern der europäischen und US-amerikanischen Notenbank deuten ihm zufolge darauf hin, dass sich am neuerlichen Aufwärtstrend bei Edelmetallen so schnell auch nichts ändern wird. „Das Festhalten an der Niedrigzins- und somit Inflationspolitik ist hiermit offiziell. Hinzu kommen neue Statistiken, wie etwa der Anstieg der deutschen Großhandelspreise in 2011 um 7,5 Prozent, die bereits erahnen lassen, wie stark uns die Geldentwertung in den nächsten Monaten treffen wird“, so Siegel.

Gold- und Silberpreis im Aufwind

Im Januar konnte Gold in US-Dollar gerechnet um rund zehn Prozent zulegen. Silber stieg im selben Zeitraum mit über 18 Prozent wie gewohnt deutlich stärker. Ein anhaltendes inflationäres Umfeld spricht nach Meinung von Siegel für neue Höchststände beim gelben Metall. Dieses Jahr hält er sogar Werte von über 2000 US-Dollar pro Feinunze für möglich. Ein weiteres Argument hierfür sind auch jüngste Zahlen des Analysehauses GFMS, wonach Indien von China als weltweit größter Goldschmuckmarkt abgelöst wurde. „Zwar ist die Nachfrage aus Indien für den Goldpreis sehr wichtig, aber China hat einen sehr viel dynamischeren Einfluss auf die Preisentwicklung“, erklärt der Edelmetallexperte.

Trendwende bei Minenaktien eingeläutet

Auch Aktien der Minengesellschaften sind stark ins neue Jahr gestartet. Bereits vor der offiziellen Ankündigung von US-Notenbankchef Ben Bernanke, an der Niedrigzinspolitik festhalten zu wollen, haben Minenaktien deutlich zugelegt. In der letzten Januarwoche ging es dann sogar noch weiter aufwärts. So stieg der HUI-Minenindex auf Monatsbasis und in US-Dollar gerechnet insgesamt um 8,5 Prozent.

Stabilitas-Experte Siegel erklärt dies auch mit der grundsätzlich verbesserten Stimmung an den Aktienmärkten. „Die heftigen Kurseinbrüche in 2011 waren übertrieben und teils völlig ungerechtfertigt. Mit dem Jahreswechsel ist jetzt auch endlich die erwartete Trendwende bei den Minenaktien eingeläutet“, so Siegel.

Basismetalle gleichen Übertreibung aus

Auch wenn es bei Basismetallen im Vormonat ebenfalls durchweg nach oben ging, spricht Siegel hier noch nicht von einer Trendumkehr. Dafür seien die Preiseinbrüche im letzten Jahr zu stark ausgefallen. „Die jüngsten Kursgewinne bei Industriemetallen wie Kupfer, Aluminium oder Nickel von durchschnittlich über zwölf Prozent belegen lediglich, wie übertrieben die Ängste 2011 waren“, erklärt der Experte.  Jetzt fände die entsprechende Korrektur in die andere Richtung statt.

Im Vergleich zu Edel- und Basismetallen schloss Rohöl der Sorte WTI mit minus 0,7 Prozent nahezu unverändert – und das trotz der beschlossenen EU-Sanktionen gegen Iran. Laut Siegel wird das Öl-Embargo an sich keinen bedeutenden Einfluss auf den Ölpreis haben, solange die Produktionsmengen in der Region bestehen bleiben und stattdessen neue Abnehmer wie China und Indien beliefert werden. „Mit einer befürchteten Blockade der Straße von Hormuz würde sich Iran doch selbst schaden“, ist Siegel überzeugt.  (ir)

Quelle:FONDS professionell

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