21.02. | 2012

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Schroders: Gute Gewinnchancen mit Dividendeninvestments in Asien

In Zeiten von niedrigen Zinsen und unsicheren Märkten gelten Anlagen mit einer Dividendenstrategie immer noch als erfolgsversprechend. Richard Sennitt, Fondsmanager für asiatische Anleihen beim britischen Vermögensverwalter Schroder, ist der Auffassung, dass Anleger in Asien bei dem aktuellen Marktniveau dort mit Dividendeninvestments äußerst gute Gewinnchancen haben. Hinzu komme, wie er in einem aktuellen Beitrag schreibt, dass Unternehmen mit hohen Dividendenausschüttungen in der Regel auch höhere Standards in der Unternehmensführung hätten und somit dem Anleger Schutz vor unliebsamen Überraschungen bieten.

Dividendenzahlung als Ausweis von solider Unternehmensführung
Denn in einer Region wie Asien, die in Angelegenheiten der Unternehmensführung noch relativ unbedarft ist, bedeuten Dividendenausschüttungen, dass Unternehmen Barmittel an Investoren zurückgeben, anstatt dieses Geld für wertvernichtende Investitionen zu verschwenden. Gleichzeitig unterwerfen sie sich beim nächsten Anzapfen der Kapitalmärkte einer strengeren Kontrolle durch die Anteilseigner. "Weil Dividenden nur aus realen Gewinnen und Cashflows gezahlt werden können, hilft der Fokus auf Dividenden den Anlegern, Unternehmen mit zweifelhaften Gewinnen zu meiden (denn diese dürften kaum über die tatsächlichen Barmittel verfügen, die für die Auszahlung von Dividenden benötigt werden). Aufgrund dieser Faktoren kann man davon ausgehen, dass Unternehmen mit hohen Dividendenausschüttungen in der Regel auch höhere Standards in der Unternehmensführung erfüllen", erklärt Sennitt die weiteren Vorteile eines Fokus auf Dividendentitel.

Problemmärkte China, Korea und Taiwan
Trotz der weltweiten Probleme, die auch 2012 noch spürbar sein werden, seien die Asien-Portfolios von Schroders nicht übermäßig defensiv aufgestellt, so Sennitt weiter. Im Ländervergleich lasse Schroders aber in Bezug auf Taiwan, Korea und China die größte Vorsicht walten. Die prognostizierten Gewinne in Taiwan seien in den letzten sechs Monaten des Jahres 2011 stark zurückgegangen. Dies sei teilweise darauf zurückzuführen, dass der Unternehmenssektor in Taiwan sehr transparent ist (viele IT-Unternehmen veröffentlichen monatlich ihre Umsatzzahlen) und Analysten somit Bedenken früher berücksichtigen können als bei Unternehmen der übrigen Region. Taiwan sei daher für Anleger ein interessanter Markt. Im Hinblick auf die Bewertungen dürften jedoch in den nächsten Monaten in der Region weitere Abwärtskorrekturen der Unternehmensgewinne folgen. Auch in Bezug auf Korea, dessen Unternehmen traditionell nur geringe Dividenden ausschütten, ist Sennitt zurückhaltend. Zudem rechnet er mit Gegenwind aus China: "Das Land sieht sich verschiedenen Herausforderungen gegenüber, so unter anderem einem schwächeren Bruttoinlandsprodukt (BIP) und Risiken im Zusammenhang mit den Finanzierungsgesellschaften der Lokalregierungen."

ASEAN-Staaten rücken in den Fokus
Dagegen zeichnen sich laut Sennitt die ASEAN-Staaten (Brunei, Kambodscha, Indonesien, Laos, Malaysia Malaysia, Myanmar, Philippinen, Singapur, Thailand, Vietnam) durch eine recht gute Ausgabendisziplin aus. Im Verhältnis zum BIP liegen deren Ausgaben nach wie vor auf einem angemessenen Niveau. Insgesamt stelle die Staatengemeinschaft daher eine sehr große potenzielle Wirtschaftseinheit dar.

Für viele der Unternehmen innerhalb der Region sei die Ende der Neunzigerjahre durchgestandene Asienkrise aber immer noch ein wichtiges Thema schreibt Sennitt: "Nach dieser Erfahrung sind die Unternehmen vorsichtiger geworden und weisen daher im Vergleich zu anderen Regionen den geringsten Verschuldungsgrad auf." Für dividendenorientierte Anleger sei jedoch von Interesse, dass immer mehr Unternehmen der ASEAN-Staaten begreifen, dass sich eine progressive Dividendenpolitik für sie auszahlt. Infolgedessen zeichne sich dort allmählich ein Trend hin zu einer dividendenfreundlicheren Unternehmenskultur ab.

Ausblick für 2012
Nach den Marktturbulenzen im letzten Jahr, die die asiatischen Märkte stärker als die meisten anderen Länder in Mitleidenschaft gezogen hatten, könne 2012 ein interessantes Jahr werden: die Bewertungen hätten nun Niveaus erreicht, die für Asien-Anleger in der Vergangenheit gute Kaufgelegenheiten darstellten. Da jedoch Angst die vorherrschende Stimmung am Markt ist, lasse sich die kurzfristige Entwicklung nicht voraussagen. "Anleger sollten sich daher auf Unternehmen mit im Inland generierten Cashflows konzentrieren, wodurch sie sich teilweise vor kurzfristigen Turbulenzen aufgrund der Entwicklung der Weltwirtschaft schützen können. Längerfristig sind wir zuversichtlich, dass Anleger ausgehend vom aktuellen Marktniveau in Asien äußerst gute Gewinnchancen haben", rät Sennitt daher.

Quelle:FONDS professionell

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