Roubini zeigt sich skeptisch in Bezug auf Aktienhausse

Nobelpreisträger Nouriel Roubini
Nobelpreisträger und Wirtschaftsprofessor Nouriel Roubini macht seinem Ruf als „Kassandra der Gegenwart“ alle Ehre. Ihm schwant nichts Gutes, wenn er aktuell auf die haussierenden Aktienmärkte blickt. Die Investorenschaft sollte beunruhigt sein angesichts des fast schon überschäumenden Optimismus, äußerte sich Roubini und mahnt unterdessen zur Vorsicht. Seiner Meinung nach befinde sich die Eurozone in einer tiefen Rezession, die hauptsächlich die Peripherieländer Griechenland, Portugal, Italien und Spanien betreffe, doch würden nun auch die Kernländer Deutschland und Frankreich in den Abwärtsstrudel gezogen.
Ölpreise gefährden Wachstum
Zudem würde sich die Kreditkrise im Bankensystem weiter zuspitzen, da sich die Geldhäuser aus ganzen Geschäftszweigen zurückziehen und Assets verkaufen. Bei der Neukreditvergabe zeigten sie sich überaus zurückhaltend. Auch in Asien und vor allem in China spürt Roubini Tendenzen zur Verlangsamung des Wachstums, Export- und Importwachstum gehe zurück. Das Wachstum in den USA habe seinen zyklischen Höhepunkt wohl erreicht, die fiskalischen Bremsmanöver 2012 und 2013 würden sich negativ auf das Wachstum auswirken, ebenso die höheren Ölpreise infolge der politischen Unsicherheit im Nahen Osten.
Ruf nach Gold wird lauter
Moneynews berichtete, dass aufgrund der Ungleichgewichte in der Welt Fondsmanager wieder verstärkt auf Gold aufmerksam würden. Sie hätten deswegen ihre Goldbestände seit Mitte Januar um 57 Prozent erhöht. Auch John Paulson meinte in einem der Nachrichtenagentur Bloomberg vorliegenden Schreiben an Investoren, dass es in Zeiten steigender Inflationsgefahren angeraten sei, Goldpositionen aufzubauen. Er selbst muss allerdings Gold-ETF-Anteile verkaufen, was wohl den Rücklösungen aufgrund schwacher Performancewerte seiner Fonds in 2011 geschuldet ist. (kb/dw)
Quelle:FONDS professionell
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