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26.01. | 2012

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Rothschild: Erleichterung am US-Immobilienmarkt

Die privaten Haushalte in den USA profitieren deutlich von den sinkenden Zinsen. Die monatliche Belastung für Immobilienkredite an ihrem verfügbaren Nettoeinkommen ist auf elf Prozent gefallen und befindet sich jetzt wieder auf dem Niveau von 1995. In dem Maße, wie die Haushalte weniger für ihre Immobilien bezahlen müssen, eröffnen sich neue Spielräume für den Konsum, schlussfolgert Pierre Ciret, Ökonom bei Edmond de Rothschild Asset Management. Von einer endgültigen Erholung des Marktes könne jedoch nicht die Rede sein, so gibt es immer noch viele Hausbesitzer, deren Hypothekenlast den Wert ihrer Immobilien übersteigt.

Die Rolle der Fed

Während die Unternehmen ihre Schulden, die sie im vergangenen Kreditzyklus angehäuft hatten, großteils abbauen konnten, müssen sich die US-Haushalte weiter anstrengen, warnt Ciret vor vorschneller Euphorie. Denn die Schuldenlast liegt immer noch weit über dem historischen Durchschnitt. Die Zinspolitik der Fed spiele dabei jedoch eine paradoxe Rolle: Denn zum Sparen fehlen einerseits die Anreize, die Sparquote ist jüngst auf 3,5 Prozent gefallen. Andererseits würde eine Anhebung die Refinanzierung wieder deutlich erschweren. Bis zum nächsten Zinsschritt soll die Schuldenlast jedoch schrittweise weiter abgebaut werden können, ohne dass der Konsum abermals einbricht, gibt sich Ciret zuversichtlich.

Wohnraum noch nie so erschwinglich

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Immobilien waren noch nie so erschwinglich – Kreditkosten und Kaufpreis sind niedrig – und der Bedarf ist weiterhin vorhanden. Dennoch steht die Nachfrage weit unter ihrem Potenzial, das Problem bleibt der Zugang zur Finanzierung. Quelle: National Association of Realtors, Bloomberg

USA hat mehr Spielraum

Das Hauptproblem liegt auf lange Sicht nach Einschätzung des Ökonomen beim Staat, die US-Verschuldung ist innerhalb von nur drei Jahren von 40 auf 100 Prozent vom Bruttoinlandsprodukt angestiegen. Für eine Stabilisierung bedarf es Ausgabensenkungen und Steuererhöhungen. Anders als die Eurozone hat die USA vor allem in der Fiskalpolitik wesentlich mehr Spielraum, das Land hat mit 28 Prozent eine der niedrigsten Abgabenquoten im OECD-Raum. Derartige Maßnahmen erfordern jedoch politischen Mut und sind keineswegs einfach, sagt Ciret.

Arbeitsmarkt setzt positive Impulse

Die bedeutende Aufhellung der Stimmung bei den Haushalten während der vergangene Monate wurde verstärkt durch die jüngsten Arbeitsmarktdaten. Im Dezember konnten weitere 200.000 Menschen Arbeit finden, seit dem Tiefpunkt im Jahr 2010 beträgt die Zahl der neu geschaffenen Jobs insgesamt 2,6 Millionen. Dieser positive Trend wird grundlegend sein für die weitere Entwicklung am Immobilienmarkt und damit auch für das gesamte Wirtschaftswachstum der Volkswirtschaft. (dw)

 

Quelle:FONDS professionell

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