FSA verdonnert Hedgefondsmanager Einhorn zu Millionenstrafe
Seine Shorting-Wette gegen Lehman Brothers spülte ihm Millionen an Dollar in die Tasche. Weniger erfreulich dürften die aktuellen Schlagzeilen sein, mit denen sich Hedgefondsmanager David Einhorn – Gründer von Greenlight Capital und in den USA einer der profiliertesten Vertreter seiner Zunft – aktuell konfrontiert sieht. Demnach hängt Einhorn der Verdacht nach, dass er Insiderhandel betrieben hat, bzw. Insiderinformationen gegeben hat, wie britische Medien berichten. Die britische Finanzaufsicht Financial Services Authority (FSA) habe ihn deswegen zu einer Geldstrafe von 7,2 Millionen britischer Pfund verdonnert, von denen rund die Hälfte auf seine eigene Peron entfällt und die andere Hälfte auf den Greenlight-Hedgefonds.
Einhorn steht in dem Verdacht, mit Punch Tavern-Aktien (Kneipenkette) gehandelt zu haben, während er gleichzeitig über Insiderinformationen verfügte. So habe er im Juni 2009 die Order erteilt, dass der gesamte Aktienbestand, den der Hedgefonds Greenlight damals an Punch Tavern-Aktien hielt, verkauft werden sollten wobei sich der Anteil auf 13,3 Prozent belief. Das Pikante daran: er hatte offenbar erst kurz vorher von einem Broker, der in den Deal involviert war, erfahren, dass die Firma eine „gewaltige“ Aktienerhöhung vornehmen werde.
Insgesamt wurde der Aktienbestand in der fraglichen Zeitspanne, die vier Tage umfasste, von 13,3 Prozent auf 8,9 Prozent abgebaut – was dem Verkauf von rund 11,7 Millionen Aktien entsprach – bevor die geplante Erhöhung (Fundraising) im Volumen von 375 Millionen britische Pfund am 15. Juni 2009 offiziell publik gemacht wurde.
Laut Berechnungen des FSA ist dem Fonds durch seine rasche Veräußerungs-‚Nummer‘ ein Verlust von5,8 bis 5,9 Millionen britischer Pfund erspart geblieben, nachdem der Aktienkurs von Punch Tavern nach der Bekanntgabe um fast 30 Prozent in die Tiefe rauschte.
Obwohl Einhorn selber die Strafe als „ungerechtfertigt“ empfinde und „nicht in Übereinstimmung mit dem Gesetz“, da er sich eigenen Bekundungen zufolge nicht bewusst war, über Insiderinformationen zu verfügen, habe er angemerkt, dass er sie lieber bezahle, als sich auf einen längeren Kampf einzulassen, wie der Telegraph schreibt. In einer Aussendung hat die FSA angemerkt, dass man die Aussage Einhorns akzeptiere, dass er nicht gewusst habe, dass er im Besitz von Insiderinformationen sei, und ihm nicht unterstelle, kalkuliert gehandelt zu haben, trotzdem sei diese Annahme aber falsch gewesen.
Einhorn hat Greenlight im Jahr 1996 gegründet, mit Hilfe einer Finanzspritze seiner Eltern. Neben seiner Karriere an der Wall Street, zählt unter anderem Pokern zu seinen Hobbies. (ir)
Quelle:FONDS professionellAktuelle News
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