03.02. | 2012

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Fisch AM: EM-Unternehmensanleihen bleiben sicherer Hort

Unternehmensanleihen aus den Emerging Markets erwiesen sich im vergangenen Jahr als Stabilisator im Portfolio der Investoren. Bis auf den unruhigen September zeigte die Anlageklasse eine konstante Entwicklung und erwirtschaftete eine solide Rendite im mittleren einstelligen Bereich bei Papieren mit dem Rating "Investment Grade". Der Positivtrend wird auch 2012 anhalten, ist Philipp Good, Senior Portfolio Manager beim Wandelanlaighenspezialist Fisch Asset Management, überzeugt. So sei bereits der Start ins laufende Jahr in einem angenehm ruhigen Marktumfeld erfolgreich gewesen. Unternehmensanleihen in den Schwellenländern würden von moderaten Zinsrückgängen profitieren und zudem habe der Markt feste Preise aufgrund der Kapitalzuflüsse verzeichnet.

„Besonders auffällig ist die Zunahme der Neuemissionstätigkeit. Hier bestand nach dem schwachen vierten Quartal 2011 enormer Nachholbedarf. Bereits rund 25 Milliarden US-Dollar wurden emittiert – und das vor dem Hintergrund von zu erwartenden 185 Milliarden US-Dollar im Gesamtjahr", so Good. Alleine der brasilianische Ölkonzern Petrobras emittierte Ende Januar sechs Milliarden US-Dollar im 3-, 5-, 10- und 30-jährigen Bereich bei Risikoprämien um die 300 Basispunkte zu US Staatsanleihen.

Good rechnet 2012 mit einer ähnlichen Ablaufrendite wie im Vorjahr von fünf Prozent. Voraussetzung dafür seien natürlich einigermaßen stabile Märkte. Das vergangene Jahr habe gezeigt, wie rasch die Stimmung kippen kann und wie schwierig Risiken zu kalkulieren sind. Momentan liegen die Risikoprämien der Investment Grade-Unternehmensanleihen 325 Basispunkte über A-Bonitäts-Papieren, was Good zufolge „eine sehr hohe Entschädigung für die Investoren ist“. Vor allem vor dem Hintergrund, dass in den Kursen eine eventuelle Rezession bereits eingepreist ist und dass der Ratingtrend anhält.

Risiken verschieben sich

Die westlichen Industrienationen erfahren nacheinander Downgrades, während die Schwellenländer Upgrades erhalten. Jüngste Beispiele sind Brasilien im vierten Quartal und Indonesien im Januar. „Aufgrund dieser Entwicklung mit dem Schuldenabbau der Schwellenländer und der gegenläufigen Bewegung der Industriestaaten verschieben sich die tatsächlichen Risiken. Ein weiterer Grund für Anleger, diese Anlageklasse zu berücksichtigen ", so Good.

In der Regionenallokation ergeben sich auch in den Emerging Markets immer wieder Verschiebungen.  „Nachdem im vergangenen Jahr Osteuropa und Lateinamerika leicht korrigierten, sind deren Märkte zurzeit attraktiv. Problematische Tendenzen weist dagegen der mittlere Osten auf. Die Situationen um Syrien und den Iran wirken sich negativ aus", meint Fondsmanager Good abschließend. (ir)

Quelle:FONDS professionell

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