Hedgefondsmanager Paulson muss erneut Gold verkaufen

Obwohl der bekannte US-Hedgefondsmanager John Paulson angesichts der Probleme der Eurozone weiterhin an das Potenzial von Goldinvestments glaubt, trennte er sich laut Reuters zuletzt neuerlich von beträchtlichen Beständen des SPDR-Gold Shares. Laut Zahlen der US-Finanzaufsichtsbehörde SEC hat Paulson demnach Anteile im Wert von rund 600 Millionen US-Dollar am weltweit größten börsennotierten Gold-Indexfonds verkauft.
Es ist das zweite Mal binnen kurzer Zeit, dass Paulson einen größeren Teil seines Goldbestands veräußert hat. Zwischen Juni und September letzten Jahres hatte er sich bereits von einem Drittel seiner Anteile am SPDR Gold Shares getrennt (Fonds professionell berichtete).
Mit einem Bestand von 17,3 Millionen Anteilen per Ende Dezember 2011 ist Paulson aber nach wie vor der größte Investor des SPDR Gold Shares. Die Verkäufe sind nicht auf eine Neueinschätzung des Goldmarktes durch Paulson zurück zu führen, sondern auf Abflüsse von Kundengeldern, die den Hedgefondsmanager zwingen, Teile des Fondsvermögens zu liquidieren.
In einer Kundeninformation spricht Paulson von weiterem Kurspotenzial bei Gold, das er mit der weiterhin drohenden Insolvenz Griechenlands und der - seiner Einschätzung nach - damit einhergehenden Gefahr eines Auseinanderbrechens der Eurozone begründet. (ir)
Quelle:FONDS professionellAktuelle News
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