AvW: Verhandlung gegen FMA hat begonnen
Am Mittwoch hat in der Causa der Kärntner Finanzfirma AvW die erste Verhandlung gegen die staatliche Finanzaufsicht (FMA) stattgefunden. Die Anleger werfen den Kontrolleuren massive Versäumnisse vor (siehe auch Artikel in FONDS professionell Ausgabe 3/2011: Unerfreuliches Erbe)
Mit den AvW- Genussscheinen haben knapp 13.000 Anleger Geld verloren und sind zu tausenden vor Gericht gezogen. Hunderte geschädigte Anleger sind zudem gegen die Republik Österreich vor Gericht gezogen. In dem Amtshaftungsverfahren soll nun geklärt werden, ob die für die pleitegegangene Kärntner Finanzfirma zuständige Finanzaufsicht BWA (jetzt FMA) korrekt gehandelt hat. Anleger werfen den Kontrolleuren massive Versäumnisse vor. Am Mittwoch fand in Wien eine Verhandlung statt, bei der die AvW-Prüfer sowie weitere leitende Angestellte der FMA der als Zeugen einvernommen wurden, berichtet die APA.
„Es ist für die Anleger sehr gut gelaufen“, sagte Anwalt Andreas Pascher nach der Verhandlung zur APA. Dabei wirft der Anwalt der BWA schwere Versäumnisse vor. So habe die Aufsicht verabsäumt die Justiz einzuschalten, als sie die Bildung des AvW-Genussscheinkurses als nicht nachvollziehbar beurteilte. Im Mai sollen weitere Zeugen einvernommen werden, berichtet die APA. (cs)
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