Die derzeitigen Turbulenzen an der chinesischen Börse werden den wirtschaftlichen Boom in Asien längerfristig nicht gefährden, prognostiziert Antonio Sommese, Gründer und Inhaber von Finanzstrategie Sommese. "Die Euphorie war zu groß und jetzt folgt die Enttäuschung, aber das ist eher der Börsenpsychologie als den tatsächlichen Wirtschaftsaussichten geschuldet", sagt Sommese.

Das langfristige Wachstumspotential in China und Indien ergibt sich laut Sommese aus dem Wohlstands- und Konsumhunger, der bislang nur einen Bruchteil der dortigen Bevölkerung erreicht hat. "Erst wenn dort eine Sättigung auf dem Niveau der westlichen Industrienationen absehbar ist, wird der asiatische Wachstumsmotor langsamer drehen", so der Finanzexperte. Er prognostiziert für diese Entwicklung einen Zeithorizont von ein bis zwei Jahrzehnten.

"Börsen werden noch einige Zeit im Panikmodus bleiben"
Allerdings werde der derzeitige "chinesische Panikmodus" an den Börsen noch einige Zeit anhalten. Vor allem bei Unternehmen, für die China als Wachstumsmarkt einen hohen Stellenwert hat, wie beispielsweise Apple oder die Automobilhersteller, müsse mit weiteren Kursrückgängen gerechnet werden. "Letztlich wird die Zukunft von BMW, Daimler & Co. aber davon abhängen, ob es gelingt, sich in der neuen Welt der vernetzten Mobilität, in der die Wettbewerber Apple und Google heißen, einen Platz zu erobern. Und Apple & Co. werden langfristig nur wachsen können, wenn sie immer neue Marktsegmente für ihre Produkte begeistern können. China spielt dabei nicht die Hauptrolle", sagt Sommese abschließend.

Über Finanzstrategie Sommese
Finanzstrategie Sommese ist eine Finanzanalysegruppe mit weltweitem Portfolio. Das Team von Autor Antonio Sommese erstellt kontinuierlich volks- und betriebswirtschaftliche Analysen sowie Finanzanalysen zu aktuellen Themen und zu kundenspezifischen Aufgabenstellungen. Der globale Think Tank Diplomatic Council hat Antonio Sommese in Anerkennung seiner Verdienste zum Director Wealth Management ernannt.
(mb)