Privatkunden von Erste Bank und Sparkassen haben ab sofort die Möglichkeit, Spar- und Girokonten anderer Banken in das Internetbanking "George" einzubinden. "Knapp ein Drittel der Österreicher hat zwei oder mehr Bankverbindungen – das sind mehr als zwei Millionen Menschen", betont Thomas Schaufler, Privatkundenvorstand der Erste Bank. Es sei das erste Onlinebanking für Privatkunden in Österreich, das diese Möglichkeit anbiete. Mit der Funktion kann man nun die eigenen Finanzen gesammelt überblicken.

Wertpapierdepots im kommenden Jahr integrierbar
Vorerst bietet George nur einen aggregierten Überblick. Wirklich praktisch dürfte die Anwendung erst später werden: Im Laufe des nächsten Jahres soll es möglich sein, über diese Fremdkonten auch Überweisungen zu beauftragen und andere Produkte wie etwa Wertpapierdepots zu integrieren, heißt es in einer Aussendung der Erste Group.

Im kommenden Jahr wird die Zahlungsdiensterichlinie PSD II in vollem Umfang gelten. Die Banken müssen ab Mitte September 2019 endgültig die eigenen Konten für Drittanbieter (Fintechs, andere Banken,...) technisch öffnen. Diese dürfen dann – wenn der Kunde es genehmigt – dessen Daten einsehen oder Transaktionen auslösen.

Das neue Plug-in "George Multi Banking" sei für alle Kunden der Sparkassengruppe kostenlos, heißt es. Laut Aussendung loggt man sich über das Plug-in in George mit den Zugangsdaten des anderen Internetbankings ein und die Kontodaten werden zu George übertragen. Aktuell ist es für alle Konten von Raiffeisen, Bank Austria, ING, Volksbank, Bawag, Easy Bank und Hypo NÖ freigeschaltet. An der Erweiterung der Bankenliste werde gearbeitet. Man kann die gewohnten George-Funktionen auch für die Fremdkonten nützen. Das heißt zum Beispiel Umsätze automatisch kategorisieren, dem Konto ein Profilbild zuweisen oder Rechnungen zu Umsätzen hochladen. (eml)