Teak Holz: Sanierungsplan vorerst gescheitert
Die insolvente oberösterreichische Teak Holz International hat ihren im Dezember bekannt gegebenen Sanierungsplan zurückgezogen. Angesichts der Feiertage sei es nicht möglich gewesen, die erforderliche Finanzierung komplett darzustellen, teilte das Unternehmen mit. Die Bemühungen, gemeinsam mit den Gläubigern der Wandelschuldverschreibung 2010 noch einen alternativen Sanierungsplan zustande zu bringen, würden weiter laufen. Außerdem werde die geordnete Verwertung des schuldnerischen Vermögens vom Masseverwalter fortgesetzt. Das Unternehmen ist wie berichtet vor längerer Zeit in Not geraten, nachdem eine Inventur ergeben hatte, dass das Unternehmen deutlich weniger Teakbäume besitzt als zuvor lange Zeit angenommen und behauptet.


Immobilien: Wachstum in Osteuropa
Die Investitionen in Zentral- und Osteuropa (CEE) – ohne Russland – erreichten 2015 ein historisches Höchstniveau von rund 9,6 Milliarden Euro. Das entspricht gegenüber dem Vorjahr einem Anstieg von 19 Prozent, berichtet die Beratungsgesellschaft CBRE. Während 2014 noch der Bürosektor die am stärksten nachgefragte Assetklasse gewesen sei, sollen 2015 vor allem Einzelhandelsimmobilien (ca. 43 Prozent des Gesamtinvestmentvolumens) im Fokus der Investoren gestanden haben. Das stärkste Wachstum innerhalb der CEE-Länder verzeichneten Polen und Tschechien mit Investitionsvolumina von vier beziehungsweise 2,7 Milliarden Euro.


Crowdinvesting: Junge Plattform platziert dreiviertel Million Euro
Die österreichische Crowdinvesting-Plattform "dasertragreich.at" hat im vergangenen Jahr 640.000 Euro an Investorenkapital für acht Unternehmen akquiriert. Das Kapital stammt von 173 Anlegern, die zwischen 250 und 15.000 Euro investiert haben. Sechs Projekte wurden über die Internetplattform platziert. Zwei Projekte wurden exklusiv über Vermögensberater vermittelt und nicht online angeboten.


Crowdinvesting: Companisto gibt in Österreich Gas
Die Berliner Crowdinvesting-Plattform Companisto verstärkt ihre Aktivitäten in Österreich. Künftig sollen mehr österreichische Start-ups über Companisto um Investoren werben können. In Kürze beginnt die Promotion einer Finanzierungsrunde für das Wiener Start-up Enio, das ein Ladestellennetzwerk für Elektroautos betreibt. 2015 hat die Plattform nach eigenen Angaben mit 1,5 Millionen Euro für das E-Bike-Startup Freygeist einen österreichischen Crowdinvesting-Rekord für Start-ups aufgestellt. Companisto glaubt, dass das 2015 in Kraft getretene österreichische Alternativfinanzierungsgesetz dem österreichischen Crowdinvesting-Markt starken Antrieb geben wird.


Crowdinvesting: Risotto-Imbiss sucht Schwarmfinanzierung
Der Gastronom Leo Doppler will über die Crowdinvesting-Plattform Conda bis zu 300.000 Euro Investorenkapital für seine "Risottobox" akquirieren. Es ist die Eröffnung von drei Schnellrestaurants geplant, das erste soll im zweiten Wiener Gemeindebezirk entstehen. Anleger geben dem Start-up ein zehnjähriges Nachrangdarlehen, das mit 4,5 Prozent pro Jahr verzinst werden soll.


Energie: Reconept legt wieder Deutschland-Fonds auf
Der deutsche Fondsinitiator Reconcept startet den Vertrieb seines geschlossenen Fonds "RE 09 Windenergie Deutschland". Beteiligungsgegenstand sollen neun Windparkprojekte mit einer Gesamtleistung von rund 36 Megawatt sein, die der Anbieter nach eigenen Angaben derzeit prüft. Das geplante Gesamtinvestitionsvolumen beträgt etwa 51 Millionen Euro. Zuletzt hat Reconcept Investments in Finnland und Kanada eine Anleihe auf den Markt gebracht. In Österreich werden die Reconcept-Angebote teilweise von der WM AG verkauft.


Containerverkehr: Rückgang in Welthäfen
In vielen großen Seehäfen der Welt ist 2015 die Zahl der umgeschlagenen Container gesunken. Der Rückgang fiel jedoch unterschiedlich stark aus. In Hongkong betrug das Minus 9,5 Prozent, und in Singapur wurden 8,7 Prozent weniger Container bewegt. Rotterdam meldete einen Containerumschlag von 12,2 Millionen TEU und damit nur einen leichten Rückgang von 0,5 Prozent. Demgegenüber stieg der Verkehr im größten Hafen Shanghai um 3,5 Prozent; es wurden 36,5 Millionen TEU umgeschlagen.