Japan verkündete das größte Handelsbilanzdefizit seiner Geschichte für das vergangene Jahr. Ursache dafür waren der Anstieg der Energieimporte aufgrund der Nuklearkatastrophe in Fukushima und die damit einhergehende Abschaltung der Atomreaktoren im ganzen Land, die dazu führte, dass das Land zunehmend von Öl und Gaslieferungen aus dem Ausland abhängig ist. Das scheint sich auch in Zukunft nicht zu verändern. Teure Treibstoffimporte werden die drittgrößte Volkswirtschaft weiter belasten, meint Takeshi Yamaguchi, Ökonom bei Morgan Stanley MUFG Securities, zur Financial Times.  

Das Handelsbilanzdefizit für das Fiskaljahr 2011, das Ende März 2012 zu Ende ging betrug damit umgerechnet etwa 41 Milliarden Euro. Im Jahr davor gab es noch einen Handelsbilanzüberschuss von etwa 49 Milliarden Euro. Im Fiskaljahr 2011 fielen die Exporte im Vergleich zum Vorjahr um 3,7 Prozent, die Importe stiegen indes um 11,6 Prozent. (cs)