Mit dem "mahi546" bietet die seit 2002 in Österreich konzessionierte Wertpapierfirma Absolute Return Consulting (ARC) eine interessante Investitionsmöglichkeit für die Zukunft. Der Fonds versteht sich als aktiv gemanagter Dachfonds und investiert in einen Korb von rund 25 Subfonds, welche die unterschiedlichsten Strategien verfolgen. Ein Großteil der Subfonds sind Absolute-Return-Fonds, die mithilfe von Leerverkäufen einen positiven Ertrag in jeder Marktlage anstreben. Darüber hinaus befinden sich Rohstoff-, Wandelanleihen- und traditionelle Anleihenfonds im Portfolio.

Der "mahi546" wurde ursprünglich im Oktober 2012 aufgelegt und richtete sich in erster Linie an Stiftungen und vermögende Privatkunden. Seit Kurzem gibt es auch eine Retail-Tranche. Was den Fonds auszeichnet und wie er konzipiert ist, unter anderem darüber hat FONDS professionell ONLINE mit Florian Gröschl gesprochen. Gröschl ist für die Beratung des "mahi546" verantwortlich und darüber hinaus seit 2013 Mitglied der Geschäftsführung von ARC, die sich schwerpunktmäßig mit der Beratung und Fondsselektion für institutionelle Kunden, wie Pensionskassen, Versicherungen und KAGs befasst.

Der "mahi546" ist ab sofort auch für Kleinanleger zeichenbar. Was hat die ARC zu diesem Schritt bewogen?

Florian Gröschl: Der mahi546 ist ja nicht nur eine Lösung, die das gesamte Spektrum der alternativen Asset-Klassen abdeckt, sondern auch ein vermögensverwaltender Fonds, der die Grundbedürfnisse des sicherheitsorientierten Anlegers komplett abdeckt. Mit der Absicht, pro Jahr im Schnitt drei Prozentpunkte über der Geldmarktverzinsung zu verdienen (nach Fondskosten), stellt er mithin ein mögliches Basisinvestment für den Privatanleger dar. Damit der Fonds sein Zielpublikum auch erreichen kann, wollten wir Beratern und Vertriebsorganisationen mit der neuen Anteilsklasse die Möglichkeit von Bonifikationen bieten, die wir in der bisherigen Struktur nicht vorsehen konnten.

Wie funktioniert der Fonds? Bitte erklären Sie uns kurz den Investmentprozess.

Gröschl: Der Fonds lebt als Dachfonds hauptsächlich von den darin befindlichen Submanagern und ihrem Beitrag zu Performance und Risiko. Die ARC blickt auf eine erfolgreiche, über zwölfjährige Geschichte bei der Selektion von Managern zurück. Es schien daher logisch, dass die Auswahl des richtigen Managers im Vordergrund steht. Ist der Manager mit richtigen Strategie einmal gefunden wird dieser entsprechend des erwarteten Volatilitätsbeitrags in das Portfolio integriert. Frei nach der Überzeugung, dass gerade im Bereich Vermögensallokation das Ganze immer mehr als die Summe der einzelnen Teile ist, ergibt sich aus der Allokation der ausgewählten Manager das Profil des Fonds.

Wie ist das Risikomanagement konzipiert?

Gröschl: Was uns wahrscheinlich von anderen diskretionären Managern unterscheidet ist, dass wir einen prozyklischen Zugang zum Risiko haben. Das bedeutet: Sinkt der Nettoinventarwert des Fonds unter eine bestimmte Grenze bzw. bewegt er sich auf diese Grenze zu wird Risiko zu reduziert, um nicht Gefahr zu laufen das untere Ende unserer angestrebten Wertentwicklung zu erreichen. Ziel ist es, in keinem Kalenderjahr mehr als fünf Prozent zu verlieren. Als Indikator zur Beurteilung des Risikos im Fonds verwenden wir die Zehn-Tages-Volatilität des Fondspreises. Das mag zwar als Konzept sehr einfach wirken, hilft aber, insbesondere bei einem Portfolio aus hauptsächlich Markt unabhängigen Strategien, Risiken nicht zu unterschätzen. Übersteigt also die Zehn-Tages-Volatilität des Fondspreises das zur Verfügung stehende Risikobudget, kommt es in einem ersten Schritt zur Absicherung risikoreicherer Portfolioteile und in weitere Folge zum Verkauf derselben.

Woher kommt der Name des "mahi546"?

Gröschl: Auch hier kann ich mit keiner tollen Geschichte aufwarten: Die ARC hatte ihr altes Büro im sechsten Stock der Mariahilferstraße 54 und das war sozusagen der Zeugungsort.

Der Fonds wurde im Oktober 2012 aufgelegt und richtete sich ursprünglich an Stiftungen und vermögende Privatkunden. Wie hat sich der Fonds seither entwickelt?

Gröschl: Der Fonds hat sich – sehr zu unserer Freude – genauso entwickelt, wie wir das erwartet haben. Im ersten vollen Kalenderjahr 2013 erzielte der mahi546 ein Nettoergebnis von 3,71 Prozent, also ein Ergebnis leicht über Plan – bei einer Volatilität von 1,66 Prozent und einer Sharpe Ratio von 2,08. In den ersten zwei Monaten des Jahres 2014 konnte er ein Plus von 0,95 Prozent zeigen, wobei sowohl der Jänner als auch der Februar positiv waren.

Wir danken für das Gespräch. (dw)