Fabrizio Quirighetti, Analyst der Bank Syz & Co, sieht den Goldpreis in den nächsten Monaten weiter steigen, hält aber Vorsicht für geboten. So glanzvoll der Anstieg des Goldpreises sein mag, so brutal könnte sein Absturz sein.

 

Der Goldpreis hat Ende Februar kurzzeitig die symbolisch und psychologisch wichtige Marke von 1.000 US-Dollar pro Unze überschritten. Keine wirkliche Überraschung in einem sich ernsthaft verschlechternden wirtschaftlichen Umfeld, das durch extreme Marktunsicherheiten charakterisiert ist. Gold repräsentiert den sicheren Hafen für Investoren. Diese waren allerdings sehr überrascht, wie lange es gedauert hat, bis das wertvolle Metall seine letzten Zuwächse verzeichnete.

Den glorreichen Aufstieg des Goldes seit Oktober 2008 hält Fabrizio Quirighetti, Analyst der Bank Syz & Co für beunruhigend, da er weder von einem wirtschaftlichen Aufschwung noch von einer steigenden Inflation herrührt, sondern von dem allgemeinen Misstrauen, das gegenwärtig sowohl öffentliche als auch private Institutionen und ihre Finanzinstrumente beeinträchtigt. Während Haushalts-Defizite explodieren und das Risiko einer Krise an den Devisenmärkten steigt, tendieren Investoren sogar dazu, an der Solvenz bestimmter Staaten zu zweifeln. In dieser Hinsicht spielt Gold ganz die Rolle des ultimativ sicheren Hafens. Auch wenn es wahrscheinlich ist, dass der globale Vertrauens-Zusammenbruch den Goldpreis in den kommenden Monaten stützt, hält Fabrizio Quirighetti Vorsicht für geboten. Quirighetti hält es für sehr wahrscheinlich, dass einige Marktteilnehmer von heute auf morgen genügend Vertrauen aufbringen werden, der gegenwärtigen Negativspirale Einhalt zu gebieten. Dann, so der Experte der Syz & Co, könnte dem glanzvollen Aufstieg des Goldpreises ein ebenso brutaler Absturz folgen. (dnu)

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