Wüstenstaaten steigen bei UniCredit und Credit Suisse ein
Libyer steigen bei UniCredit ein, Katar bei Credit Suisse
Ein Konsortium aus Libyen ist bei der Unicredit eingestiegen. Die aus der libyschen Zentralbank, der Investmentbehörde des Landes und der Libyschen Auslandsbank bestehende Gruppe habe einen 4,23-prozentigen Anteil an dem Unicredit erworben, teilte die italienische Großbank mit.
Den Angaben nach unterstützen alle drei Institute die von der Unicredit geplante Kapitalerhöhung mit insgesamt 500 Millionen Euro. Die Italiener hatten Anfang des Monats angesichts der internationalen Finanzkrise eine Kapitalerhöhung über drei Milliarden Euro angekündigt, die durch eine Wandelanleihe garantiert werden soll. Zusammen mit weiteren Schritten will die Bank ihre Kapitaldecke mit bis zu 6,6 Milliarden Euro stärken.
Über den Preis des Engagements wurde zunächst nichts bekannt.
Qatars Scheichs kaufen sich bei CS ein
An der Credit Suisse (CS) beteiligt sich der Staatsfonds Qatar Investment Authority.
Die Großbank erwartet einen Reinverlust von 1,3 Milliarden Franken, wie es in einer Mitteilung heißt. Wegen der Finanzkrise mussten 2,4 Milliarden Franken abgeschrieben werden.
Die Credit Suisse hat bereits Maßnahmen ergriffen, um ihre Kapitalbasis zu stärken. Insgesamt nahm die Bank Kapital in Höhe von zehn Milliarden Franken auf.
Dies erfolgte durch den Verkauf von rund 93 Millionen Aktien aus dem Eigenbestand. Dies brachte 3,2 Milliarden Franken. Zudem wurden neue Aktien via Zwangswandelanleihen ausgegeben; der Erlös beträgt 1,7 Milliarden Franken. Dazu kommt die Emission von hybridem Kernkapital mit einem Nettoerlös von rund 5,5 Milliarden Franken.
Die Kapitalerhöhung ist laut CS bereits vollständig platziert. Dabei kommt der Bank der Staatsfonds Qatar Investment Authority zur Hilfe, der den bedeutendsten Anteil an der Kapitalerhöhung trägt. (dnu)
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