Jahrelang zahlte er gar nicht und dann alles auf einmal – und das in bar. Der indonesische Beamte Dwi Susilarto hatte seiner Ex-Frau über neun Jahre hinweg keinen Unterhalt bezahlt, dann forderte ein Gericht in Karanganyar in Zentral-Java ihn auf, die aufgelaufenen Schulden endlich zu begleichen. Dieser Forderung kam Susilarto auch nach. Allerdings brachte er die 154 Millionen Rupiah (9.000 Euro) per Schubkarre zum Gericht. Dies berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ).

Der Anwalt von Susilartos Ex-Gattin habe sich geweigert, die Münzen, die gute 890 Kilogramm wogen, zu zählen, schreibt die Zeitung. Es sei daher beinahe zu einem Handgemenge zwischen dem Juristen und Susilatro gekommen. Der Rechtsanwalt des Beamten wehrte sich gegen den Vorwurf, sein Mandant habe seine Ex-Frau mit der Aktion lediglich ärgern wollen. Dies sei nicht seine Absicht gewesen, tatsächlich habe ihn sein geringes Gehalt zu dieser Maßnahme gezwungen.

Gerichtsmitarbeiter mussten zählen
Schließlich habe Susilartos Geschiedene den Münzen-Berg akzeptiert, nicht aber die Entschuldigung ihres Ex-Mannes, berichtet die FAZ. Die lästige Aufgabe des Geldzählens blieb letztendlich an den Angestellten des Gerichts hängen. (am)