Rund zehn Jahre nach der Verurteilung des Milliarden-Betrügers Bernie Madoff sorgt in den USA ein neuer Betrugsskandal für Schlagzeilen, wie das "Handelsblatt" berichtet. Die US-Börsenaufsicht SEC hat das Vermögen von drei Personen beschlagnahmt. Dem Trio wird nach aktuellem Ermittlungsstand vorgeworfen, 230 Investoren um 345 Millionen Dollar geprellt zu haben. Laut einer Mitteilung der SEC nahmen sich die Betrüger die so genannte "Ponzi-Scheme-Methode" zum Vorbild, mit der auch Madoff seine Investoren um ihr Geld brachte.  

85 Millionen Dollar für Luxus-Autos, Häuser und Diamanten
Im Gegensatz zu Madoff handelt es sich im aktuellen Fall allerdings um einen verhältnismäßig "kleines Vergehen", wenn man bedenkt, dass der Jahrhundert-Abzocker seine Investoren um sage und schreibe 64 Milliarden Dollar betrogen hat.

Die nun Beschuldigten sollen Investoren damit gelockt haben, Verbraucherkredit-Portfolios zu kaufen und wieder zu verkaufen, heißt es in dem "Handelsblatt"-Bericht. Zu diesem Zweck sollen die Gauner auch Dokumente gefälscht haben. Mit dem eingesammelten Geld bedienten die Betrüger laut SEC-Angaben jedoch alte Investoren ihres Schneeballsystems, statt in die Portfolios zu investieren. Zwei der drei Beschuldigten sollen mindestens 85 Millionen Dollar für Luxus-Autos, Häuser und Diamanten verprasst haben. (mb)