Erneut hat Österreichs Aufsichtsbehörde FMA eine Warnmeldung herausgegeben. Sie betrifft den Anbieter Prince de Heidendorf Asset Management, welcher angeblich in Lettland ansässig ist. Das Unternehmen wirbt auf seiner Webseite einerseits damit, Forex-Trading anzubieten, aber auch mit Kryptowährungen kann über Prince de Heidendorf Asset Management gehandelt werden. Laut FMA ist das Unternehmen nicht berechtigt, konzessionspflichtige Wertpapierdienstleistungen oder Bankgeschäfte in Österreich zu erbringen.

Konkret sei dem Anbieter daher die gewerbliche Anlageberatung in Bezug auf Finanzinstrumente (Paragraf 3 Absatz 2 Z 1 WAG 2018), die Annahme und Übermittlung von Aufträgen, sofern diese Tätigkeiten ein oder mehrere Finanzinstrumente zum Gegenstand haben (Paragraf 3 Absatz 2 Z 3 WAG 2018), sowie der Handel auf eigene oder fremde Rechnung mit Finanzterminkontrakten (Futures) einschließlich gleichwertigen Instrumenten mit Barzahlung und Kauf- und Verkaufsoptionen einschließlich gleichwertigen Instrumenten mit Barzahlung (Termin- und Optionsgeschäft gemäß Paragraf 1 Absatz 1 Z 7 lit. c BWG) nicht gestattet.

Zahl dubioser Anbieter nach wie vor hoch
Wie FONDS professionell ONLINE errechnet hat, hat die FMA im abgelaufenen Jahr mit 44 Warnungen so viele Investorenwarnungen ausgegeben wie schon lang nicht mehr. Lediglich 2011 wurden mit 51 Investorenwarnungen mehr Warnungen von der Behörde veröffentlicht. Auch in diesem Jahr sind die Investorenwarnungen der heimischen Finanzmarktaufsicht ungebrochen hoch. Im anlaufenden Jahr hat die Aufsicht bereits 25 Warnmeldungen herausgegeben (siehe Tabelle).

Die FMA kann gemäß den Rechtsvorschriften die Öffentlichkeit informieren, dass eine namentlich genannte natürliche oder juristische Person zur Vornahme bestimmter Finanzgeschäfte nicht berechtigt ist, sofern diese Person dazu Anlass gegeben hat und eine Information der Öffentlichkeit erforderlich und im Hinblick auf mögliche Nachteile des Betroffenen verhältnismäßig ist. (cf)