Erneut hat Österreichs Aufsichtsbehörde FMA Warnmeldungen herausgegeben. Dieses Mal betrifft sie die Webseite manoco.io sowie Markets Profit, welcher angeblich über Geschäftsadressen in London, Portugak und New York verfügt. Während die Webseite Markets Profit derzeit offline ist, wirbt manoco.io auf seiner Onlineseite damit, in nur einer Stunde Geld verdienen zu können.

Laut der heimischen Finanzaufsicht sind beide Anbieter aber nicht berechtigt, konzessionspflichtige Bankgeschäfte in Österreich zu erbringen. Es sei Markets Profit daher der gewerbliche Handel auf eigene oder fremde Rechnung (Paragraf 1 Abs 1 Z 7 BWG) nicht gestattet. Manoco.io ist indes die Entgegennahme fremder Gelder als Einlage (Einlagengeschäft gem. Paragraf 1 Abs 1 Z 1 BWG) nicht erlaubt.

Zahl dubioser Anbieter nach wie vor hoch
Nachdem die FMA im abgelaufenen Jahr mit 44 Warnungen so viele Investorenwarnungen ausgegeben hat, wie schon lang nicht mehr, sind die Warnmeldungen auch im laufenden Jahr ungebrochen hoch. Bereits 53 Investorenwarnungen (siehe Tabelle unten) hat die Aufsicht herausgegeben. Damit haben die Warnungenmeldungen vor dubiosen Anbietern das Spitzenjahr 2011, damals sprach die Behörde 51 Investorenwarnungen aus, bereits jetzt übertroffen.

Die FMA kann gemäß den Rechtsvorschriften die Öffentlichkeit informieren, dass eine namentlich genannte natürliche oder juristische Person zur Vornahme bestimmter Finanzgeschäfte nicht berechtigt ist, sofern diese Person dazu Anlass gegeben hat und eine Information der Öffentlichkeit erforderlich und im Hinblick auf mögliche Nachteile des Betroffenen verhältnismäßig ist. (cf)