Die US-Börsenaufsicht SEC hat die Zulassung des ersten Bitcoin-Indexfonds abgelehnt. Begründung: Die Kryptowährung sei wegen mangelnder Regulierung des Handels zu anfällig für Manipulationen und Betrug. Der Bitcoin-Kurs fiel daraufhin am vergangenen Freitag von 1.300 US-Dollar auf knapp über tausend Dollar, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Seitdem hat sich die Währung wieder leicht erholt.

Der "Winklevoss Bitcoin Trust" sollte die Digitalwährung einer breiteren Anlegerschaft zugänglich machen. Hinter ihm stehen die amerikanischen Zwillinge Tyler und Cameron Winklevoss. Sie versuchen bereits seit drei Jahren, die Aufsichtsbehörden von ihrer Fonds-Idee zu überzeugen. Bekannt geworden sind die Brüder durch einen Rechtsstreit mit Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, der sie beschuldigte, die Idee für ein soziales Netzwerk gestohlen zu haben.

Mehr Kontrolle als gehofft
Die Twins lassen sich nicht entmutigen: Tyler Winklevoss kündigte an, sich weiter um die Zulassung des Bitcoin-Fonds zu bemühen. Die Entscheidung der SEC bedeutet nicht, dass das Thema Bitcoin-ETF komplett vom Tisch ist, doch der Weg dorthin ist komplizierter geworden. Derzeit liegen diesbezüglich Anfragen von drei weiteren Gruppen vor.

Bitcoins sind ein digitales Zahlungsmittel, das es seit dem Jahr 2009 gibt. Ursprünglich sollte damit ein globales Geldsystem entstehen, das keiner staatlichen Kontrolle unterliegt. Mittlerweile gibt es am wichtigsten Handelsplatz New York aber strenge Regeln für den Handel mit virtuellen Währungen. (fp)