Der IIV Mikrofinanzfonds hat rund sechs Jahre nach Auflage die Schwelle von 500 Millionen Euro an verwaltetem Vermögen überschritten. Hinter dem Wachstum steht vor allem die Nachfrage seitens institutioneller Anleger wie Stiftungen. Aber auch Privatanleger interessieren sich für den Fonds: "Privatanleger identifizieren sich in erster Linie mit unseren Zielen und freuen sich über eine solide Rendite von rund zwei Prozent per annum", so Edda Schröder, Gründerin und geschäftsführende Gesellschafterin des Frankfurter Fondsmanagers Invest in Visions.

Wegen der anhaltend hohen Nachfrage musste der Fonds, der rechtlich ein Alternative Investment Fund (AIF) ist, 2016 sogar für einige Zeit die Anteilsscheinausgabe einstellen. Auf diese Weise sollte der schnelle Anstieg des Fondsvolumens gebremst und damit eine zu hohe Liquiditätsquote des spezialisierten Investmentansatzes verhindert werden. Der Fonds gehört zu den wenigen hierzulande zum Vertrieb zugelassenen Produkten, die Mikrofinanzinstitute mit Darlehen unterstützen. Diese Institute wiederum vergeben in Schwellenländern Klein- und Kleinstkredite zur Förderung von Selbständigkeit und Unternehmertum.

70 Mikrofinanzinstitute in 27 Ländern
Im Falle des IIV Mikrofinanzfonds, als dessen Kapitalverwaltungsgesellschaft Monega aus Köln fungiert, sind es derzeit 70 Mikrofinanzinstitute, die nach strengen Kriterien ausgewählt werden. Diese sitzen in 27 Ländern, zu denen kürzlich Haiti, die Demokratische Republik Kongo und der Kosovo dazu gekommen sind.

"Wir sind froh, dass wir gemeinsam mit unseren Anlegern Menschen einen Zugang zu Krediten bieten und damit zu einem dauerhaften Weg aus der Armut verhelfen können", so Schröder weiter. Die Endkreditnehmer der Fondsgelder gehören zu jenen, die in ihren Heimatländern keine normalen Darlehen erhalten – etwa aufgrund fehlender Sicherheiten, eines fehlenden regelmäßigen Einkommens oder wegen der ländlichen Lage. (jb)