Die Österreicher wollen künftig deutlich mehr Geld in Wertpapiere und Fonds anlegen. Das ergab eine repräsentative Integral-Umfrage im Auftrag von Erste Bank und Sparkassen. In Wertpapiere gesamt wollen rund 26 Prozent der Österreicher in den kommenden zwölf Monaten gehen. Die geplante Summe, die in diesem Zeitraum veranlagt werden soll, liegt laut der Umfrage bei 7.400 Euro. Vor einem Jahr wollten die Österreicher nur 6.200 Euro anlegen.

Das steigende Interesse bei Fonds wird mit einem Plus von fünf Prozent angegeben: 18 Prozent der Befragten geben an, dass sie darin investieren wollen. Hintergrund dafür dürfte sein, dass ein deutlicher Zinsanstieg auch weiter nicht absehbar ist. Die Bereitschaft, sich Sparbuchalternativen zu überlegen, steigt also.

Sparbuch weiter auf Platz eins
Nichtsdestotrotz bleibt das Sparbuch weiterhin auf Platz eins (57 Prozent) gefolgt vom Bausparvertrag mit 48 Prozent. Lebensversicherungen (35 Prozent) und Pensionsversicherungen (32 Prozent) sind weiterhin auf stabilen Niveaus.

Konservativ bleiben die Österreicher auch, wenn es um die Beratung geht: Trotz hoher Zuwachsraten beim digitalen Banking, geben zwei Drittel an, dass sie Wert auf den persönlichen Kontakt in der Filiale legen. "Gerade bei größeren Investitionen ist gute Beratung nach wie vor wichtig", sagt Thomas Schaufler, Privatkundenvorstand der Erste Bank. "Trotz Digitalisierung bleiben unsere Filialen und die Berater ein extrem wichtiger Teil unserer Retailstrategie“, so Schaufler. (eml)