Im ganzen Hype um Kryptowährungen ging in den vergangenen Wochen und Monaten eine Assetklase ein wenig unter: Gold. Ein Manager, der das gelbe Edelmetall nicht aus den Augen verloren hat, ist Frank Fischer. Der Lenker des Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen hat in dem Bestseller-Portfolio eine Position von sechs Prozent in Xetra-Gold aufgebaut – von vorher null Prozent. Zeitgleich hat er auch Silber in den über 2,2 Milliarden Euro schweren Fonds aufgenommen, insgesamt legt diese Position bei zwei Prozent. Einen entsprechenden Bericht des Branchendienstes Citywire Deutschland hat Fischers Investmentgesellschaft Shareholder Value FONDS professionell ONLINE auf Anfrage bestätigt.   

Fischer sagt dem Branchendienst, dass Gold aktuell unterbewertet sei und bald "schöne Impulse liefern" werde. Er wolle die Entwicklung von Gold vor allem nutzen, um sich gegen Unwägbarkeiten aufgrund aktueller internationaler Krisenherde abzusichern. Seiner Einschätzung nach bewirke das derzeitige Umfeld langsam steigender Zinsen, verbunden mit einer zunehmend höheren Inflation, zudem eine negative Realzinsentwicklung. Daher sei Gold hier interessant. "Silber wird aktuell von Tradern nahezu ignoriert, wir sehen eine Art Niedrigrekord", begründet er gegenüber Citywire die Investition in dieses Edelmetall. Hier handele er bewusst antizyklisch. 

Der Starmanager hält den Wirtschaftszyklus noch nicht für beendet, allerdings sei man in der Endphase. Daher seien Aktieninvestments weiterhin das favorisierte Asset der Stunde – allerdings müsse man die zunehmenden Volatilitäten in den Griff bekommen. Mit seinen Einschätzung lag Fischer bislang meist richtig. Der Fonds erreichte über die vergangenen drei Jahre bis Ende März 2018 eine Performance von mehr 26 Prozent.  (jb)