Die Deutsche Asset Management erweitert ihr Angebot an nachhaltigen Anlagen. Die Fondstochter der Deutschen Bank hat zu Beginn des Jahres die Strategie des Deutsche Invest I Euro Bonds (Short) umgestellt: Fortan investiert das Management um Claus Meyer-Cording
in Anleihen von Emittenten, die Umweltaspekte, Soziales und die Grundsätze guter Unternehmensführung berücksichtigen (Environment, Social, Governance, kurz: ESG). Dies geht aus einer internen Mitteilung der Deutschen AM hervor, die FONDS professionell ONLINE vorliegt.

Das fast 2,4 Milliarden Euro umfassende Portfolio bekommt zudem einen neuen Namen: Es firmiert künftig als Deutsche Invest I ESG Euro Bonds (Short). Der Fonds investiert vorwiegend in Staatsanleihen und Papiere der öffentlichen Hand, die eine Restlaufzeit von weniger als drei Jahren aufweisen. Aber auch Unternehmens- und Schwellenländerbonds sowie Nachranganleihen kann Meyer-Cording kaufen.

Die Asset-Management-Sparte des größten deutschen Geldhauses steht bekanntermaßen vor dem Teilbörsengang. Dieser ist für das erste Halbjahr geplant. Zudem hatte die Gesellschaft Anfang Dezember angekündigt, den Markennamen DWS wiederaufleben zu lassen.

"Schwerpunkt bei nachhaltigen Anlagen"
"Die Deutsche AM setzt zunehmend einen Schwerpunkt in die Ausweitung des nachhaltigen Anlageangebotes. Der zwei Milliarden Euro große Fonds ist eine großartige Ergänzung unserer ESG-Fondspalette", lässt sich Petra Pflaum, die den Bereich Responsible Investment bei dem Anbieter verantwortet, in der Hausmitteilung zitieren. Pflaum zufolge sollen dieses Jahr weitere Investmentfonds umgewandelt werden. Um als ESG-Fonds bezeichnet zu werden, müssen sie ESG-Mindeststandards erfüllen, heißt es in dem Schreiben.

Die Strategie des Fonds ist in den vergangenen 15 Jahren immer wieder an aktuelle Entwicklungen angepasst worden. So verankerte der Anbieter 2011 und 2012 eine deutlichere Abweichung vom Vergleichsindex in der Anlagephilosophie, um der starken Überzeugung über das Potenzial von Peripherieanleihen mehr Bedeutung beimessen zu können, heißt es in der Mitteilung. "Dies ebnete dem Fonds den Weg aus dem Mittelfeld in die Spitzenplätze der Kategorie", schreibt der Anbieter. Bei der Ratinggesellschaft Morningstar führt das Portfolio vier Sterne, bei Feri die Note "B".

"Marginale Unterschiede"
Im vergangenen Jahr dann seien dann Research und Analyse zu Umwelt, Soziales und Unternehmensführung vollständig in das Portfoliomanagement integriert  und die Teams entsprechend geschult worden. "Beim genaueren Blick auf das ESG-gefilterte Anlageuniversum fällt allerdings auf, dass es sich nur marginal von dem bisherigen Anlageuniversum unterscheidet, da die angewandten Minimumstandards weitestgehend erfüllt sind", heißt es in der Mitteilung weiter. (ert)