Nach dem Scheitern der Sanierung naht das Ende: Das Burger-Restaurant "Masta George" ist zum zweiten Mal insolvent. "Absehbare Konsequenz des Verfahrens wird die Schließung und darauffolgende Liquidation des Unternehmens sein", heißt es in einer Nachricht an die Investoren, die mit dem Totalausfall ihres Kapitals rechnen müssen.

Das Ladenlokal in der Währinger Straße im 9. Wiener Gemeindebezirk hat bereits seit einigen Tagen geschlossen. Masta George geriet im Juli 2015 das erste Mal in die Insolvenz (FONDS professionell ONLINE berichtete). Damals wurde ein Sanierungsverfahren eingeleitet. Dabei sollte das Unternehmen bis November 2017 in Raten 20 Prozent seiner Schulden an die Gläubiger erstatten. Der Standort "Citygate" wurde geschlossen.

2016 sah sich Geschäftsführer Georg Loichtl im Aufwind, weil er an der "Strandbar Herrmann" am Donaukanal in Wien einen Standort erhielt, der angeblich gut gelaufen ist. Für dieses Jahr hat der Burger-Laden keinen Vertrag erhalten. Das ist aber nicht das einzige Problem, müssen die Investoren erfahren: "Auch die Währinger Straße blieb weiterhin hinter den Erwartungen. Schlussendlich konnten die hohen angehäuften Verluste leider nicht wettgemacht werden."

Verkaufsversuche gescheitert
Loichtl versuchte dem Vernehmen nach das Restaurant in der Währinger Straße zu verkaufen, "leider konnte und kann in absehbarer Zeit kein Käufer" gefunden werden. Da dieser selbstständig nicht tragfähig ist und die Erträge derzeit nicht die Fixkosten decken, kann das Unternehmen die kurzfristigen Verbindlichkeiten (und in weiterer Folge die letzte Sanierungsplanquote 2017) nicht bedienen.

Das Schnellrestaurant hat im Jahr 2014 unter dem früheren Label "Burgermasta" über die Crowdinvestmentplattform Conda Investorenkapital eingeworben. 107 Investoren haben laut Conda insgesamt 124.300 Euro für Substanzgenussrechte der Masta George Gastronomie GmbH zur Verfügung gestellt. (ae)