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23.05. | 2013

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Robeco setzt auf US-Aktien und Hochzinsanleihen

Robeco-Chefvolkswirt Léon Cornelissen

Während sich die Weltkonjunktur weniger dynamisch entwickelt, deuten die Frühindikatoren weiterhin auf ein moderates Wachstum hin. Unerwartet schnell fallende Inflationsraten könnten die Notenbanken veranlassen, weitere geldpolitische Lockerungen ins Auge zu fassen, so Robeco-Volkswirt Cornelissen.

Obwohl das Umfeld für Aktieninvestments im Moment interessant erscheint, sind nicht alle Länder und Anlageregionen gleichermaßen attraktiv. Besonders aussichtsreich seien derzeit Dividendentitel aus Nordamerika, meint Robeco-Chefvolkswirt Léon Cornelissen. Europäische und japanische Aktien seien dagegen weniger empfehlenswert, urteilt Cornelissen. Am Rentenmarkt halten die Niederländer Hochzinspapiere und Anleihen aus Schwellenländern für interessant.

Bei Aktien aus Nordamerika rät Robeco zu Papieren von Unternehmen aus defensiven Branchen. "Diese haben sich über ein und drei Monate besser entwickelt als der Gesamtmarkt", sagt Cornelissen. Außerdem überzeugten die Unternehmen mit besseren Gewinnerwartungen als Firmen aus konjunkturabhängigeren Branchen. "In den Monaten Mai bis Oktober neigen defensivere Sektoren zudem generell zu einer starken relativen Performance", sagt Cornelissen. Die Outperformance defensiver Titel werde sich deshalb fortsetzen.

Schuldenkrise in Europa könnte den Aktienmarkt erneut belasten
Europäische Aktien betrachtet Robeco derzeit mit Vorsicht. "Wir halten es für wahrscheinlich, dass die Schuldenkrise demnächst wieder aufflammen wird", sagt Cornelissen. Gründe sieht er in der enttäuschenden Entwicklung der öffentlichen Haushalte, dem Mangel an überzeugenden Strukturreformen sowie zunehmenden sozialen und politischen Spannungen. Zwar hat die Europäische Zentralbank erneut ihren Leitzins gesenkt. Der Robeco-Chefvolkswirt glaubt allerdings nicht, dass diese Entscheidungen eine starke Wirkung auf die Wirtschaft entfalten werde. "Nach unserer Einschätzung wird sich die Konjunktur im Euroraum in den kommenden Monaten weiter abkühlen." Auch bei japanischen Aktien ist Robeco abwartend.

Das Niedrigzins-Umfeld spricht laut Robeco weiterhin für Hochzinsanleihen. Auch festverzinsliche Papiere aus Schwellenländern seien unverändert attraktiv. Dort fänden Investoren weiterhin hohe Zinsaufschläge, sagt Cornelissen. (ww)


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