Edmond de Rothschild: Anlagechancen durch Entwicklungsunterschiede in Osteuropa
Nach dem Zusammenbruch des Eisernen Vorhangs haben die Länder in Mittel- und Osteuropa einen ökonomischen Wandel vollzogen, der den Weg für anhaltenden wirtschaftlichen Aufstieg und mehr Wachstum geebnet hat. Von der ehemals dominierenden Ostblock-Macht Russland bis zu Ungarn, Estland, Polen und der florierenden Türkei, steht die Region für sehr gegensätzliche Volkswirtschaften mit verschiedenen Reifegraden und damit komplementäre Möglichkeiten von Wachstum und Stabilität, wie die Experten von Edmond de Rothschild Asset Management in einem Marktausblick anmerken.
Während zum Beispiel Polen auf den Ausbau von Infrastrukur und solide Staatsfinanzen setzt, die dazu führten dass es sogar 2009 einer Rezession entging, so ist ein Großteil des Wirtschaftswachstums Russlands dem Anstieg des Öl- und Gaspreises zu verdanken, der auch zu einem Anstieg des Privatkonsums führte. Jedoch besteht das Problem darin, dass das Wirtschaftswachstum Russlands übermäßig abhängig von Rohstoffen und somit anfällig gegenüber deren Preisschwankungen ist. Die Basis des Wirtschaftswachstums hat sich in Russland im letzten Jahrzehnt nicht verbreitert, meint Pierre Ciret, Ökonom bei Edmond de Rothschild, daher ist die Anfälligkeit der Wirtschaft gegenüber externen Faktoren ein Grund zur Besorgnis und ein Risikofaktor für die Außenhandelsbilanz und den Staatshaushalt.
Erfolgsgeschichte Türkei
Eine Erfolgsgeschichte unter den aufstrebenden Nationen ist, laut Ansicht des Ökonoms, Türkei. Die Türkei hat eine wachsende Bevölkerung und verfügt noch über wirtschaftliches/industrielles Entwicklungspotenzial. Damit gehört sie zu einem der vielversprechendsten Länder in Osteuropa. Neben ihrer einzigartigen geografischen Position genießt die Türkei viele wirtschaftliche Vorteile: eine Industriebasis, die staatliche Unternehmen umfasst, die Präsenz von ausländischen Konzernen und ein Netz von dynamischen kleinen und mittelständischen Betrieben, die im Exportgeschäft aktiv sind. Gutes Strukturmanagement in den vergangenen zehn Jahren hat es dem Land ermöglicht, sich den Anforderungen einer modernen Wirtschaft anzupassen. Die Kombination aus Reformen und Privatisierungen hat die Türkei vorwärtsgebracht, so der Experte. (cs)
Den vollständigen Marktausblick (als PDF-Datei) finden interessierte Leser im Anschluss an diese Meldung.
Anhang:
Marktanalyse
- 25.04. | 2012
- Schweiz verschärft Steuerabkommen mit Deutschland
- Großbritannien überraschend zurück in der Rezession
- Solit Kapital: Edelmetalle wegen Spanien immer wichtiger
- FXCM: Lockere Geldpolitik schwächt den Yen
- firstfive: Vermögensverwalter werden langsam handelsfreudiger
- Aktuelle Studien belegen Nutzen von Hedgefonds-Investments
- Credit Suisse: Umschuldung Spaniens ist unwahrscheinlich
- 24.04. | 2012
- US-Bürger scheuen Aktien trotz magerer Sparzinsen
- Blackrock-Aktienchef fordert Zentralbanken zum Kampf gegen Deflation auf
- Studie: Deutsche nehmen Wertverluste bei Immobilien leichter
- Finanzkrise: Islands Ex-Ministerpräsident schuldig gesprochen
- Swisslake: Private Equity Immofonds starten gut ins Jahr
- Paul Krugman: Rettungs-Rezept für den Euro
- CBRE: Höhere Qualitätsansprüche der Mieter beleben Retailmarkt
- Sarasin warnt vor Trendjagd: "Börsenverläufe wiederholen sich nicht"
- KGAL: Finanzkrise führt zu erhöhten Leerständen am Wiener Büromarkt
- FER 3D Länderscreening – eine Alternative zu Ratings?
- Jupiter: Indische Aktien durch Zinssenkung noch attraktiver
- 23.04. | 2012
- El-Erian: "Wahleffekt" zieht Märkte in den Bann
- GAM: Aussicht auf Wahlsieg Hollandes "angsteinflößend"


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