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24.11. | 2015

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Nachgerechnet: Finger weg von Multi-Asset-Fonds!

© Robert Kneschke | Dreamstime.com

Die Analyse eines kleinen Vermögensverwalters bringt es an den Tag: Selbst die besten Multi-Asset-Fonds sind einfach konstruierten Mischportfolios unterlegen. Nur bei den Kosten trumpfen sie auf.

Die überwiegende Anzahl an Multi-Asset-Fonds sind ihr Geld nicht wert. Zu diesem vernichtenden Urteil kommt André Kunze, Geschäftsführender Gesellschafter von P.A.M. Prometheus Asset Management in Langenfeld. Er begründet dies mit der Performance der letzten zehn Jahre.

Im Zehn-Jahresvergleich konnte selbst ein Portfolio aus den zehn besten ausgewogenen Multi Asset- Fonds (grüne Linie) die Benchmark (graue Linie) aus 50 Prozent Aktien global (MSCI World TR) und 50 Prozent Renten global (Barclays Global Aggregate Bond TR) laut Kunze nicht schlagen – weder unter Performance- noch unter Risikogesichtspunkten. "Der aus sämtlichen Multi-Asset-Fonds mit ausgewogener Anlagestrategie bestehende Index des Fondsanalysehauses Lipper (Anmerkung: rote Linie) liegt obendrein derart weit abgeschlagen zurück, dass sich die Leistung von Fondsmanagern in der Breite nur als enttäuschend bezeichnen lässt", ergänzt Kunze.1448374441.jpgMit Verweis auf die Chartverläufe kritisiert Kunze, dass die positive Performance ausschließlich den steigenden Märkten geschuldet sei, nicht jedoch den besonderen Qualitäten der Fondsmanager. "Letztere entpuppen sich vielmehr als Narren der Märkte, die quasi am Rockzipfel der Märkte um ein positives Börsenumfeld betteln müssen." Laut Kunze werde erst die nächste Baisse zeigen, ob Multi-Asset-Manager ihr Geld wert sind. Er kann der aktuellen Euphorie für Multi-Asset-Fonds wenig abgewinnen, denn "wirklich gute Multi-Asset-Manager sind eigentlich nicht zu finden."

Kunze rät daher Investoren, nicht auf Multi-Asset-Fonds, sondern lieber auf Absolute Return-Fonds zu setzen. Bei diesen stehe die Erwirtschaftung eines positiven Ergebnisses im Vordergrund. "Hier traut sich jemand also etwas zu und klebt nicht sklavisch am Rockzipfel der Märkte. Möglich wird dies durch eine deutlich flexiblere und aktivere Vorgehensweise bei der Portfoliozusammenstellung. Dennoch – auch hier gilt: Gute Manager sind rar gesät."

Daher bedürfe die Suche nach herausragenden Absolute-Return-Fonds ebenfalls einer genauen Analyse bzw. bedingt die Hinzunahme eines erfahrenen und kompetenten Anlageberaters. (aa)
1448374449.jpgVon Oktober 2005 bis Oktober 2015 hat eine 50/50-Kombination, bestehend aus dem MSCI World TR Index sowie aus dem Barclays Global Aggregate Bond TR Index, klar besser performt als die zehn besten Multi-Asset-Fonds. Die Vergleichsgruppe, gemessen am "Lipper Global Mixed Assets Euro Bal - Global" hinkt sowohl bei der Performance als auch beim maximal Drawdown hinterher. Fazit: Investoren sollten bei der Selektion von Multi-Asset-Fonds eine gründliche Due Dilligence machen.

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Kommentare Die neuesten Kommentare

Antworten

Nachgerechnet, Finger weg

von HFO am 27.11.15, 08:54

Es wird in der heutigen Zeit so viel sinnlose Zeit vergeudet. Und diese Analyse (?) trägt dazu sicherlich bei. Inhalte: fragwürdig Ergebnis: ???, warum habe ich das eigentlich gelesen?

Antworten

selbstbewusstsein vs. fakten

von maidenfritz am 27.11.15, 06:13

die daten ihrer 4 fonds auf ihrer homepage ergeben im vergleich mit der von ihnen gewählten benchmark eine nicht zu knappe underperformance. im vergleich mit fonds anderer anbieter kann man durchaus von geldvernichtung sprechen. ihre obige analyse mag ja stimmen und gilt auch für normale mischfonds, die schlussfolgerung bez. absolute return fonds ist m.e. fragwürdig. due diligence ist bei jeder fondsselektion nötig, no na! um ihre performance vergleichen zu können, reichen lesen und rechnen. mit dieser performance so groß rauszuposaunen, zeugt schon von großem selbstvertrauen!

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Hier, ich war's!

von KunzeAndre am 26.11.15, 15:39

Hallo DoctorDoom!

Vielen Dank für die Blumen und die wohl recherchierte Analyse meiner selbstbewussten Bewusstseinsstörung. :-)

Mir war in der Tat allerdings nicht bewusst, dass nur gute Köche in der Lage sind, andere gute Köche zu bewerten. Oder, dass nur erfolgreiche Fußballer Fußballspiele kommentieren können. Oder gar, dass sich nur Leute DoctorDoom nennen können, die wirklich einen Doktortitel in "Doom" haben.
Da habe ich also etwas gelernt.

Wäre es eigentlich denkbar, dass derjenige, der etwas in den Medien veröffentlicht, weiß, dass andere das lesen? Oder gar, dass die eigenen Kunden (Anleger) das lesen?

Oder man stelle sich sogar mal vor:
Derjenige welcher hätte gar die Transparenz und Offenheit, seinen Kunden (Anlegern) längst aufgezeigt zu haben, was er da klammheimlich in aller Öffentlichkeit zum Besten (oder Schlechtesten?) gibt.

Das klingt in der Tat nach selbstbewusster Bewusstseinsstörung! Insbesondere, wenn dieser welche sich selbst garnicht ausnimmt aus der Gruppe der - nennen wir sie - "Leistungsverweigerer".

Insofern: Chapeau für Ihre treffsichere Analyse!

Drei Anmerkungen noch zum Schluss:

1.
Geldvernichtungs-Einrichtungen heißen vermutlich so, weil sie Geld vernichten. Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass unsere ausgewogene Multi-Asset-Strategie selbst in den holprigen Börsenzeiten in der Spitze nur knapp über 10% verlor - während selbst die besten Multi-Asset-Fondsmanager mit ihren ausgewogenen Strategien das 2,5- bis 3-fache davon auf ihrer Uhr stehen hatten. Hier sollten Sie an Ihrer Analyse also noch etwas feilen. Mit "Risiko-optimierter Performance-Verweigerer" hätten Sie uns eher den Wind aus den Segeln genommen. In den zurückliegenden fünf liquiditätstriebenen Börsenjahren hat unsere Performance in der Tat nicht wirklich Freude bereitet. Da mussten also auch wir etwas lernen. Lassen Sie sich überraschen, ob uns das gelungen ist.

2.
Ob Sie es gerne hören oder nicht:
Die Leistungen von Multi-Asset-Managern oder Vermögensverwaltern sind in der Breite bisher enttäuschend (ich schließe uns da übrigens nicht aus). Da beißt die Maus leider keinen Faden ab. Die Statistik spricht hier eine eindeutige Sprache. Der größte Teil dieser Branche setzt sich in den Reisebus mit dem Namen "Markt" und hofft bei unbekanntem Ziel auf eine Bergankunft. Abenteurer, die es nicht stört, auch mal im tiefen Tal abgesetzt zu werden, muss das nicht stören. Bei der weit überwiegenden Zahl der Privatanleger handelt es sich allerdings nicht um Abenteurer. Deren Erwartung ist vielmehr, dass der Fahrer im Zweifel den Weg zum Abgrund bestmöglich umfährt und nicht einfach rollen lässt, weil das Gewicht des Busses so schön zieht. Als DoctorDoom müssten Sie sich bei den Abenteurern in den Börsentälern aber ja eigentlich zuhause fühlen. Vermutlich ist das hier also garnicht Ihre Baustelle.

3.
Auf unserer Website finden Sie u.a. auch meine Kontaktdaten. Für die Abrundung Ihrer Analyse in Bezug auf meine Person oder unsere Firma stehe ich also jederzeit gerne zur Verfügung.

Einen perfekten Jahresausklang wünscht

André "Hier, ich war's!" Kunze

Antworten

Sagt nochmal bitte wer...?

von DoctorDoom am 25.11.15, 13:19

...der "erfolgreiche" Fondsmanager der Prometheus - Fondspalette ???

Vielleicht sollten mal lieber die Kunden dieser Geldvernichtungs-Einrichtung genau nachrechnen.

Aber Chapeau! vor so viel Selbstbewusstsein, sich hier auch noch zu Wort zu melden!
Oder muss man in diesem Fall doch eher von einer Bewusstseinsstörung sprechen ?!

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