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07.01. | 2016

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Nur Europas Hedgefonds-Riesen können sich halten

© Rancz Andrei | Dreamstime.com

Im vergangenen Jahr verschwanden in Europa viele kleine Hedgefonds vom Markt. Grund für das Massensterben waren steigende Kosten und sinkende Gebühren.

Die europäische Hedgefonds-Branche ist 2015 zum ersten Mal seit 15 Jahren geschrumpft. Die Zahl der Hedgefonds in Europa ist vom Allzeithoch Ende 2014, das bei 4.023 Fonds lag, auf weniger als 4.000 Produkte gefallen – trotz 259 Neuauflagen und obwohl das verwaltete Vermögen Ende November 2015 ein Rekordvolumen von 528 Milliarden US-Dollar erreicht hatte. Vom Kehraus waren vor allem kleine Hedgefonds betroffen, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg.

Rund drei Viertel der 294 europäischen Fonds, die 2015 eingestampft wurden, verwalteten nur vergleichsweise geringe Mittel von 150 Millionen US-Dollar oder weniger. Multimilliarden-Fonds verzeichneten dagegen hohe Zuflüsse.

Hoher regulatorischer Aufwand
Kleine Hedgefonds-Anbieter leiden besonders stark darunter, dass die Regulatoren der Branche zunehmend Grenzen setzen, etwa durch die EU-Richtlinie für Manager alternativer Investmentfonds (AIFMD). Die neuen Vorschriften einzuhalten geht mit hohem Aufwand und entsprechenden Mehrkosten einher. Mehrere Hedgefonds-Neugründungen wurden deshalb abgesagt. Einige etablierte Anbieter stellten neue Produkte ebenfalls zurück, weil sie sich zunächst mit den neuen Vorschriften vertrat machen wollen.

Weniger Geld im Erfolgsfall
Auch die Gebühren sind unter Druck. Für die spekulativen Produkte wird üblicherweise eine Managementgebühr in Höhe von zwei Prozent fällig. Zusätzlich bekommen Manager eine erfolgsabhängige Gebühr in Höhe von 20 Prozent. Das Gebührenniveau fiel in Europa nach Angaben des Marktbeobachters Eurekahedge im vergangenen Jahr auf 1,2 Prozent beziehungsweise 13,9 Prozent. (fp)

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