Ein KI-Index wäre eine Weltneuheit und würde intelligente Strategien auf eine neue Ebene bringen, meint Matteo Andreetto, CEO von Stoxx. Ein 20-köpfiges Team von Datenwissenschaftlern arbeite daran, dass die Computer des Unternehmens besser Informationen filtern, die Investmentideen vorantreiben können, erklärte der Chef des Betreibers von Benchmark-Indizes wie Euro Stoxx 50 und Dax in einem Bloomberg-Interview in Hongkong.

"Befinden uns nun in einem fortgeschrittenen Stadium"
Fortschrittliche Technologien und Big-Data-Anwendungen schlagen immer höhere Wellen an der Wall Street – von KI-gelenkten börsengehandelten Fonds bis hin zu Programmen, die Händlern helfen sollen, Marktbewegungen vorherzusagen. Ein Ziel von Stoxx ist die Schaffung von Indizes, die neue Handelsideen und Anlagethemen finden, die herkömmliche Indizes nicht erfasst haben. "Wir befinden uns nun in einem fortgeschrittenen Stadium, um diese Verfahren bei der Erstellung von Indizes zu verwenden", sagt Andreetto. Die Beteiligung der Deutschen Börse an Trifacta im September war demnach Teil des Plans, die Kapazitäten des Unternehmens zur Datenanalyse auszubauen.

Stoxx prüft nach Aussage von Andreetto auch, ob eine ausreichende starke Nachfrage nach einem speziellen Index bestehen würde, der Kryptowährungen nachbildet. Preisgestaltung und Liquidität seien Faktoren, die betrachtet werden, sagte er und fügte hinzu, dass das Unternehmen noch keine Entscheidung getroffen habe. (mb/Bloomberg)