Im Oktober 2016 hat die Finanzmarktaufsicht FMA ihre Kontaktstelle Fintech eingerichtet. Nach einer guten Nachfrage von Beginn weg herrscht auch im neuen Jahr Infobedarf: In den ersten sechs Monaten 2017 wurden rund 40 Anfragen von Unternehmen bearbeitet. Gleichzeitig hat das Team 13 Informationsgespräche mit Marktteilnehmern geführt und ein Netzwerktreffen mit Vertretern der Fintech-Szene abgehalten, bilanziert die FMA. Momentan prüft sie außerdem das vollständig ausgearbeitete Geschäftsmodell eines Fintechs. Die Behörde zeigt sich mit der Nachfrage in einer Aussendung zufrieden.

Die thematischen Anfrage-Favoriten zeigen, was die Branche am meisten beschäftigt: Die Schwerpunkte lagen neben den Konzessionsfragen bei Details zur Videoidentifizierung, der Geldwäscheprävention, virtuellen Währungen, PSD II sowie Robo-Advice.

Die Kontaktstelle stellt Unternehmen aus der Branche eigene Mitarbeiter zur Verfügung, die sie von Beginn an durch alle konzessions- und aufsichtsrechtlichen Fragen begleiten. Serviciert werden auch bereits konzessionierte Finanzunternehmen, die im Zuge der zunehmenden Digitalisierung ihr Geschäftsmodell anpassen.

Die Resonanz auf die Stelle war vom Start weg vorhanden: In den ersten drei Monaten nahmen 25 Marktteilnehmer ein Info-Gespräch in Anspruch, und Start-ups stellten wöchentlich bis zu drei Anfragen. (eml)