Analysen von Vergangenheit und Zukunft sind wenig hilfreich, um die weitere Entwicklung von Euro und US-Dollar einzuschätzen, warnt Uwe Zimmer, Geschäftsführer der Vermögensverwaltung Z-Invest in Köln. "Anleger sollten lieber weiterhin auf fundamentale Daten setzen – in der Gewissheit, dass diese für die weitere Entwicklung immerhin einen guten Anhaltspunkt geben", empfiehlt Zimmer. 

Bislang floss das Geld immer dorthin, wo es besser verzinst wurde – zumindest mittelfristig. "Nun zahlt aber Europa weiterhin so gut wie nichts, während die USA schon einige Male die Leitzinsen anhoben. Trotzdem fließen Milliarden lieber ins den niedrig verzinsten Euro als in den höher rentierenden US-Dollar", sagt Zimmer. Eine eherne Gesetzmäßigkeit der Börse sei also außer Kraft gesetzt.

Trump drückt den Dollar
Das liegt laut Zimmer daran, dass Donald Trump Präsident der Vereinigten Staaten ist: Zwar zahlten die USA höhere Zinsen. "Der Staat ist aber instabiler als Europa, durch Trump zwar aufgewühlt, aber bis zur Handlungsunfähigkeit gelähmt." Höhere Zinsen rechtfertigten eben nicht höhere Risiken. Die Zukunft zu deuten, ist unmöglich – und auch eine Analyse der Vergangenheit ist sinnlos, weil Trump sich nicht um das schert, was er gestern gesagt hat. Das einzig Verlässliche seien deshalb Fundamentaldaten, so Zimmer. (fp)