Cash is king: Bargeld ist und bleibt wohl auch zukünftig die weltweit gebräuchlichste Bezahlform. Mehr als das: Münzen und Scheine erfreuen sich rund um den Planeten sogar zunehmender Beliebtheit, wie der "World Cash Report" der schwedischen Sicherheitsfirma G4S zeigt (die, der Fairness halber sei dies erwähnt, auch eine Reihe von Geldtransportunternehmen unter ihrem Konzerndach vereint). Die Meldung überrascht, denn unter Branchenkennern galt bislang als ausgemacht, dass dem Bitcoin und anderen virtuellen Währungen sowie Kreditkartenunternehmen und "Instant payment"-Anbietern die Zukunft gehört.


Die spannendsten Erkenntnisse und Daten aus der globalen Bargeld-Studie präsentieren wir in unserer Bilderstrecke oben.


Die G4S-Auswertung aber, für die Zahlungsverkehrsdaten aus 47 Ländern eingehend analysiert wurden, deutet in die entgegengesetzte Richtung: Demnach entsprach die weltweit umlaufende Gesamtmenge an Bargeld im vergangenen Jahr 9,6 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung. Zum Vergleich: 2011 entsprach die Cashquote nur 8,1 Prozent des Welt-BIPs (die komplette Studie finden Sie hier zum Download).

Für Jesus Rosano liegen die Ursachen der Bargeld-Renaissance auf der Hand: "Das Vertrauen der Menschen in Bargeld ist einfach unerschütterlich. Im Gegensatz zu digitalen Währungen fallen für seine Nutzung keine Gebühren an. Auch die Datensicherheit ist hier kein Thema, und Bargeld bleibt stets verfügbar, auch wenn der Strom ausfällt", sagt der G4S-Vorstandschef mit Blick auf die zunehmende Bargeld-Popularität in Ländern der Dritten Welt, wo besonders viele störungsanfällige Elektrizitätsnetze anzutreffen sind.

Selbst die USA schwören auf Bargeld
Doch selbst in den eher kreditkartenvernarrten Vereinigten Staaten geht es nicht ohne Cash: Bei mehr als 50 Prozent aller Transaktionen bis 25 Dollar kommt Bargeld zum Einsatz. Rechnungen unterhalb eines Gegenwertes von zehn Dollar werden sogar zu 60 Prozent in bar beglichen, zeigt die G4S-Auswertung. (mb/ps)