In den Schwellenländern lief es im ersten Halbjahr 2017 bestens, erklärt der Fondsanbieter T. Rowe Price: "Es war das stärkste Halbjahr für die Emerging Markets seit dem Jahr 2009", sagt Leigh Innes, Portfoliomanager bei T. Rowe Price. Der Aufwärtstrend habe sich im Mai und Juni fortgesetzt. Die Befürchtung, dass der US-Dollar erstarken würde und die Schwellenländer zudem mit den Handelsrestriktionen von US-Präsident Trump zu kämpfen hätten, habe sich nicht bewahrheitet.

Lediglich in Brasilien und Russland schwächelten die Märkte. In Brasilien ist die politische Volatilität zurückgekehrt, nachdem Präsident Michel Temer mit einem Korruptionsskandal in Verbindung gebracht wurde. Das bedeutet einen Rückschritt im Prozess, entscheidende Reformen umzusetzen. Der russische Markt wurde indes durch schwache Rohölpreise und schärfere Handelssanktionen geschwächt.

Viel Bewegung bei den Frontier Markets
Bei den Frontier Markets herrsche wie üblich viel Bewegung, sagt Innes. Pakistan beispielsweise zeige eine positive Entwicklung: "Die Wachstumsrate des BIP hat weiter Fahrt aufgenommen und das Land ist aktuell auf dem niedrigsten Inflations- und Zinsniveau seit Generationen, während die Währung relativ stabil ist." Gleichzeitig sei die politische Lage stabil. Langfristig seien aber weitere Reformen und Entwicklung nötig, um Pakistan wirklich zu einem asiatischen Tiger werden zu lassen, sagt Innes. Die Situation in Saudi-Arabien sei ähnlich: Das Land habe gewaltiges Potenzial. Es seien aber Veränderungen nötig, um es voll auszuschöpfen. (fp)