Wer im Niedrigzinsumfeld nach einer renditestarken Anlagealternative sucht, kann statt auf Aktien auch auf besicherte Hochzinsanleihen setzen. Das sagt Jan Sobotta, Österreich-Verantwortlicher beim Fondsanbieter Swisscanto. Secured High Yield-Bonds unterscheiden sich von klassischen Hochzinsanleihen dahingehend, dass sie zusätzlich mit Vermögenswerten der Schuldner besichert sind. Die Sicherheiten variieren je nach Emittent. "Die Performancedaten verschiedener Indizes zeigen, dass besicherte Hochzinsanleihen den Vergleich mit Aktien keineswegs zu scheuen brauchen", sagt Sobotta.

Das Segment Secured High Yield Bonds macht mit rund 500 Milliarden US-Dollar bereits ein Drittel des gesamten Hochzinsanleihemarkts aus – Tendenz steigend. "Die Rückzahlungsquote bei Ausfällen ist bei besicherten Hochzinsanleihen mit durchschnittlich 55 Prozent deutlich besser als jene bei nicht besicherten Bonds mit etwa 33 Prozent", sagt Sobotta. Die durchschnittliche Ausfallrate der Titel liege bei vier Prozent und sei seit dem Jahr 2010 kein einziges Mal überschritten worden.

Besser als ihr Ruf
Generell kam es in der jüngeren Vergangenheit bei High Yield Emittenten zu einem merklichen Qualitätsanstieg. "In dem Segment finden sich durchaus namhafte, international agierende Unternehmen", so der Experte. Anleihen von Schuldnern mit geringer Bonität wurden noch vor wenigen Jahren immer wieder als "Junk" oder "Ramsch" bezeichnet – das hat sich inzwischen geändert. "Die Risikoprämieren kompensieren die erwarteten Ausfälle nach wie vor überdurchschnittlich", sagt Sobotta. Auch die verringerte Bankkreditvergabe in Folge von Basel III sei ein Grund, warum Secured High Yield Bonds zunehmen: "Schuldner suchen alternative Finanzierungsmöglichkeiten und eröffnen High Yield Investoren neue, attraktive Anlagemöglichkeiten." (fp)