Mit Crash-Prophet Nouriel Roubini hat sich nach Warren Buffett ein weiterer Finanz-Promi gegen Kryptowährungen ausgesprochen. Die meisten Initiatoren von Krypto-Börsengängen, sogenannte Initial Coin Offerings (ICO), seien Trickbetrüger, Scharlatane und Schwindler, die leichtgläubigen Anlegern das Geld aus der Tasche ziehen wollen, sagte Roubini nach einem Bericht des Portals finews.ch gegenüber "Financial News".

Krypto-Propheten führten die Gesellschaften in eine Art "modernes Steinzeitalter", warnte der US-Ökonom. Dort würden alle Transaktionen über den Austausch diverser Kryptowährungen oder Waren abgewickelt. In Ländern, wo Hunderte verschiedener Kryptowährungen im Umlauf seien, wären Preise kaum vergleichbar und würden zudem stark schwanken. Die hohen Kosten für den Umtausch einer Währung in eine andere müssten die Konsumenten tragen.

Blockchain setzt sich nicht durch
Roubini ist ein Freund einheitlicher Währungen. Diese sorgen seiner Ansicht nach innerhalb eines Landes oder einer Jurisdiktion für eine effiziente Abwicklung von Tauschgeschäften. Eine globale Kryptowährung hält der Star-Ökonom trotzdem für keine gute Idee: Diese würde wohl auf der Blockchain-Technologie beruhen. Und die Blockchain hält Roubini für ineffizient, langsam und einen üblen Stromfresser. Er bezweifelt deshalb, dass sie sich langfristig durchsetzen wird. (fp)