Roland Berger hat das neue Kreditinstitut Riverbank SA gegründet, das kleine und mittelständische Unternehmen finanzieren soll. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung (SZ). Dem Bericht zufolge hat Berger am Montag in München erklärt, die neue Bank mit Sitz in Luxemburg werde sich auf Kredite in der Größenordnung von 750 000 Euro bis drei Millionen Euro spezialisieren und wolle damit eine Marktlücke schließen. Dem Ex-Berater zufolge stoßen Unternehmen bei der Vergabe von Krediten in dieser Größenordnung auf Schwierigkeiten, weil ein solches Volumen für klassische Banken zu klein und für die Sparkassen zu groß sei. 

Die Bank, an der Berger einen Anteil von etwa 15 Prozent hält, gehört zum großen Teil der Investmentbank River Rock, an der Roland Berger schon seit einiger Zeit beteiligt ist. Chef des Instituts, das etwa 20 Beschäftigte hat, ist Jean-Laurent Girard, der früher bei der Investmentbank Morgan Stanley tätig war. Die neue Bank hat Berger zufolge im März die Zulassung der Europäischen Zentralbank bekommen und soll ihre Geschäfte 2018 aufnehmen.

Finanzierung über Einlagen
Die River Bank könne billiger und schneller agieren als klassische Banken, argumentiert Berger. Das Institut sei als Neugründung frei von Altlasten und arbeite mit komplett digitalisierten Prozesseb. Daher könne die Bank doppelt so schnell handeln wie andere Kreditinstitute.

Die River Bank soll sich durch Einlagen privater Kunden bis zu 100 000 Euro finanzieren. Sparer wolle Berger überzeugen, indem seine Bank höhere Zinsen bietet als die Konkurrenz. Der Gründer zeigt sich optimistisch, genügend Kunden zu finden, Zahlen über bereits vergebene Kredite wollte Berger der SZ aber noch nicht nennen. (fp)