Nordkorea, Katalonien, Türkei, Russland: Derzeit spricht vieles für einen steigenden Preis des "Krisenmetalls" Gold. Dennoch sollten Investoren nicht zu viel von dem gelben Edelmetall erhoffen, warnt Robert Halver, Leiter Kapitalmarktanalyse bei der Baader Bank: "Eine fundamental vollkommen gerechtfertigte, dramatische Aufwärtsbewegung von Gold ist derzeit weder zu beobachten noch zu erwarten", sagt Halver. 

Grund dafür seien die Notenbanken. "Sie stehen auf der Bremse und sind nicht nur perfekte Zinsdrücker, sondern über die Terminmärkte auch erfolgreiche Goldpreisdrücker", sagt Halver. Vor diesem Hintergrund dürfe Gold trot  anhaltend hoher Nachfrage keine massive Kursbefestigung wie zwischen 2008 bis 2012 erleben. Dem Goldpreis seien oberhalb von 1.300 US-Dollar je Unze Widerstände gesetzt. 

Kein Niedergang zu erwarten
Immerhin: Halver rechnet zwar nicht mit einem stark steigenden, aber auch nicht mit einem heftig sinkenden Goldpreis. "Physisches Gold bleibt eine grundsätzlich solide Vermögensversicherung gegen finanz- und geopolitische Risiken", sagt der Analyst. Gold sei eine Versicherung, die auch im systemischen Schadensfall nicht ausfalle. Es sei sinnvoll, zur Absicherung physisches Gold in Form von Barren oder Münzen zu kaufen. (fp)