Ob Big-Macs oder Sünden: Indizes gibt es auf die abenteuerlichsten Dinge. Nicht ganz so verrückt wären passende Barometer auf den Brexit, die die Deutsche-Börse-Tochter Stoxx eventuell entwickeln wird. Zumindest haben Profi-Investoren bereits darum gebeten, wie "Börse Online" berichtet.

"Es gibt eine große Nachfrage von Vermögensverwaltern, Banken, Hedgefonds und Pensionsfonds", zitiert "Börse Online" Stoxx-Chef Matteo Andreetto. Investoren hätten angefragt, ob Stoxx nicht einen Index basteln könnte, der Unternehmen umschließt, die am meisten von einem Brexit profitieren können. Und einen weiteren, der die Unternehmen abbildet, die geschäftlich am stärksten unter dem britischen EU-Austritt leiden würden.

Unterschiedliche Erwartungen
Die Briten hatten im Sommer 2016 für einen Ausstieg des Vereinigten Königreichs aus der EU gestimmt. Bis März 2019 sollen die Brexit-Verhandlungen abgeschlossen sein. Manche Investoren sind der Ansicht, dass der Ausstieg Großbritanniens aus der EU an den Märkten eingepreist ist, und es nicht zu weiteren Verwerfungen kommen wird. Andere erwarten hingegen, dass ein harter Brexit die britische Wirtschaft empfindlich treffen wird. (am)