Passive Strategien sind ein vergleichsweise junges Phänomen. Doch die kostengünstigen Anlagemöglichkeiten reizen zweifellos auch die traditionellen Investoren. Laut einer globalen Studie hält ein durchschnittlicher Pensionsfonds 32 Prozent seiner Anlagen in passiven Lösungen, entweder in Form von Indexfonds, passiven Mandaten oder ETFs. Das berichtet der Vermögensverwalter DWS, der die Studie des britischen Create-Research Instituts förderte.

Allerdings zeigt sich, dass die Investoren auch bei den passiven Anlagen einen aktiven Anteil schätzen. Und auch bei der Themenauswahl haben sie ganz konkrete Vorstellungen: Bei den passiven Investoren finde ein Wechsel statt: von Indizes, die nach Marktkapitalisierung gewichtet sind, hin zu Smart Beta, faktorbasierten, ESG- und anderen thematischen Strategien, heißt es in einer Aussendung.

66 Prozent der befragten Manager betrachten passive Anlagen als etablierten und vollwertigen Teil ihres Portfolios. Nur zehn Prozent erwarten aber, dass die passiven Investitionen die aktiven ersetzen. Die Mehrheit der Manager geht stattdessen davon aus, dass beide Varianten in den Portfolios nebeneinander bestehen. Für die vom britischen CREATE-Research Institut durchgeführte Analyse wurden mehr als 150 Pensionspläne weltweit untersucht, die für ein verwaltetes Vermögen von rund 2,9 Billionen Euro stehen. (eml)