Gemäß Mifir-Verordnung brauchen ab 3. Jänner 2018 brauchen Banken, Fonds aber auch Einzelpersonen mit Firmenbucheintragung für alle meldepflichtigen Wertpapiergeschäfte einen so genannten "Legal Entity Identifier", kurz: den LEI-Code. Die 20-stellige alphanumerische Identifikationsnummer macht Unternehmen und Fonds weltweit eindeutig identifizierbar.

Die Kennnummer muss jährlich erneuert werden. Man kann sie bei einer beliebigen registrierten Ausgabestelle beantragen (siehe Links im Anschluss). Allerdings könnte es kurz vor der Einführung mancherorts zu Anfragestaus kommen. Beim Service von Bloomberg LEI liest man derzeit, dass aufgrund eines erhöhten Aufkommens bei Anträgen nach dem 20. Dezember eine Bearbeitung bis zur Deadline nicht garantiert werden könne.

Jede juristische Person braucht für Wertpapierhandel den LEI
Der LEI wird seit 2012 bereits für den außerbörslichen Handel von Finanzderivaten benötigt. Ab Jahresbeginn sind dann alle juristischen Rechtseinheiten, die eine Wertpapiertransaktion durchführen, betroffen: dazu zählen Aktiengesellschaften, Personenunternehmen, Einzelpersonen mit Firmenbucheintragung oder Vereine, wie die OeKB mitteilt.

Der LEI-Code stelle erstmals eine globale Idenitifizierungslösung dar, die in allen Ländern, Märkten und Rechtssystemen gültig ist. "Mittels LEI-Datenbank lassen sich komplexe Firmengeflechte und Verbindungen schnell und eindeutig identifizieren. Die erhöhte Transparenz soll darüber hinaus das systemische Risiko im Finanzmarkt reduzieren und regulatorischen Einheiten das frühzeitige Erkennen systemischer Risiken erleichtern", schreibt die OeKB.

Die OeKB ist Servicepartner von WM Datenservice Deutschland, die laut Wirtschaftskammer Europas größte Vergabestelle für den LEI Nummern ist. Beantragt ein Unternehmen bei WM Datenservice einen LEI-Code, prüft die OeKB den Vergabeprozess.

Bei der OeKB haben sich die geprüften Neubeantragungen heuer im Jahresvergleich verelffacht. Im zweiten Halbjahr wurden über 7.100 LEI-Codes vergeben. Der LEI-Code hat jeweils für ein Jahr Gültigkeit und muss dann verlängert werden. Die erstmalige Ausstellung eines LEI beläuft sich laut OeKB auf 80 Euro. Die jährliche Verlängerung kostet 70 Euro. Die unterschiedlichen Abieter verlangen aber unterschiedliche Gebühren. (eml)

Service: Hier finden Sie Listen von zertifizierten Vergabestellen: