Das Wachstum der globalen Biotech-Industrie hat sich 2016 stark verlangsamt, wie aus dem "Global Biotech Report 2017" des Prüfungs- und Beratungsunternehmens Ernst & Young (EY)hervorgeht. Der Umsatz der börsennotierten Biotech-Unternehmen in den USA und Europa belief sich im Vorjahr auf insgesamt 139,4 Milliarden US-Dollar (124,9 Milliarden Euro) – ein Plus von nur noch sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr und der zweite Wachstumsrückgang in Folge.

Der Reingewinn sank gegenüber 2015 um 52 Prozent auf 7,9 Milliarden Dollar (7,1 Milliarden Euro), die Finanzierungen gingen um 27 Prozent auf 51,1 Milliarden Dollar (45,7 Milliarden Euro) zurück. Das ist der erste Rückgang seit vier Jahren, aber immer noch der dritthöchste jemals registrierte Wert. Auch die Marktkapitalisierung ist 2016 stark zurückgegangen: Der kumulierte Marktwert der Biotech-Unternehmen sank um 17 Prozent auf 863 Milliarden US-Dollar (773,2 Milliarden Euro). Damit liegt der Wert erstmals seit drei Jahren wieder unter der Schwelle von einer Billion Dollar.

Forschungsausgaben auf Allzeithoch
Die Zukunftsaussichten der Biotech-Branche scheinen trotz der Wachstumsdelle weiterhin positiv: Die Forschungs- und Entwicklungsausgaben, ein Schlüsselindikator für die Zukunftsaussichten des Sektors, kletterten 2016 auf 45,7 Milliarden Dollar (40,0 Milliarden Euro) und erreichten einen neuen Rekordwert – im Vergleich zum Vorjahr legten die F&E-Ausgaben damit um zwölf Prozent zu.

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