Nachdem der deutsche Leitindex Dax vor rund zwei Wochen die Rekordmarke von 13.500 Zählern erklomm, hat er sich die aktuelle Verschnaufpause redlich verdient, sagt Merck-Finck-Chefstratege Robert Greil. Er rechnet damit, dass der Index seinen Konsolidierungskurs zunächst fortsetzen wird. "Bleibt das Umfeld inklusive Makrodaten gut, dürfte er sich erst einmal zwischen 13.000 und 13.500 einpendeln", sagt Greil. Die Abkühlung sollte dem Markt guttun.

Ob das Marktumfeld tatsächlich positiv bleibt, dürfte sich in der laufenden Woche zeigen. Am Dienstag werden in Deutschland Zahlen zum Wirtschaftswachstum im dritten Quartal veröffentlicht, die ZEW-Konjunkturerwartungen sowie finale Daten zur Inflation im Oktober. Auf europäischer Ebene liegen, ebenfalls am Dienstag, Daten zum Wachstum im jüngsten Quartal sowie zur Industrieproduktion im September vor. Global gesellen sich noch die US-Produzentenpreise sowie Chinas Oktoberzahlen aus Einzelhandel und Industrie hinzu. 

Bullenmarkt bleibt intakt
Im weiteren Wochenverlauf stehen in der Eurozone die Handelsbilanz für September und der britische Arbeitsmarktbericht an. Aus den USA kommen in den nächsten Tagen der Oktober-Inflationsbericht sowie Einzelhandels- und Immobilienmarktdaten. Am Mittwoch werden zudem neue Zahlen zum japanischen Bruttoinlandsprodukt veröffentlicht.

Nach den Notenbanksitzungen und der Quartalsberichtsaison müssen Anleger dann bis Jahresende nicht mehr so viele Zahlen im Blick behalten, sagt Greil. Bei den verbleibenden Sitzungen der vier großen Notenbanken scheint überdies das Programm bereits gesetzt, Überraschungen sind nicht zu erwarten. Greils Prognose: Trotz der leichten Konsolidierung der Aktienmärkte bleibt der strukturelle Bullenmarkt intakt. (fp)