Seit Montag vergangener Woche ist die ungewöhnlich lange Phase niedriger Kursschwankungen an den internationalen Aktienmärkten vorbei – und die Märkte kehren damit zur Normalität zurück. Das ist die Einschätzung von Robert Greil, Chefstratege des Fondsanbieters Merck Finck: "Langsam kehrt eine spürbare, aber überschaubare Volatilität zurück." 

Entsprechend den Auslösern des Gewitters dürften in der neuen Woche neben den Renditetrends insbesondere die Inflationszahlen im Mittelpunkt stehen, erwartet Greil: am Mittwoch aus den USA, am Dienstag aus Großbritannien sowie final für Januar am Mittwoch auch aus Deutschland. "Darüber hinaus verdient die anhaltende Quartalszahlensaison der Unternehmen Aufmerksamkeit", so der Chefstratege. Zudem kommen Schätzungen zum Wirtschaftswachstum im vierten Quartal 2017. 

Absicherungsnetz für die Aktienmärkte
Auch, wenn die Volatilität nun wieder steigt: sorgen müssen Anleger sich nicht. "Die positiven Konjunktur- und Gewinntrends der Unternehmen spannen eine Art Absicherungsnetz unter die wieder nervöseren Aktienmärkte", sagt Greil. Er erwartet, dass die Märkte nicht nur in punkto Volatilität, sondern auch in Sachen Geldpolitik und Zinstrends wieder zur Tagesordnung übergehen. (fp)