Der US-Dollar hat gegenüber dem Euro zuletzt stark nachgegeben. Aktuell steht er ziemlich genau da, wo er bei der Einführung der europäischen Gemeinschaftswährung am 1. Januar 1999 stand: bei 1,17. "Daran ist abzulesen, dass Währungen kein geeignetes Anlageobjekt sind", sagt Christoph Bruns, Fondsmanager bei der Investmentboutique Loys. Grund: Devisen haben keinen eingebauten Vermögenszuwachs-Mechanismus. Sie steigen nicht langfristig im Wert, wie es etwa die meisten Aktien tun.

Während Unternehmen sich in der Regel bemühen, durch neue Produkte oder Verfahren wertvoller zu werden, besitzen Währungen überhaupt keinen bestimmbaren inneren Wert. Sie zeigen lediglich ein Austauschverhältnis an.

Der jüngste Anstieg des Euro gegenüber dem Dollar sowie dem japanischen Yen, dem britischen Pfund und dem Schweizer Franken ist vor allem auf die politische und wirtschaftliche Stabilisierung in der Eurozone zurückzuführen, sagt Bruns. "Im Fall des US-Dollars mag hinzukommen, dass die Finanzmärkte ihre Illusionen über die Präsidentschaft von Donald Trump allmählich verlieren."

Klima für Aktieninvestments bleibt freundlich
Den Aktienmärkten hat das Hin und Her im Weißen Haus bislang kaum geschadet. "Die Zinsalternativen sind nach wie vor viel zu unattraktiv", erklärt der Starmanager. Der US-Volatilitätsindex zeigt deutlich, wie gelassen Aktienanleger derzeit sind: Er fiel im Juli auf den tiefsten Stand seit zehn Jahren. Bruns rechnet nicht damit, dass sich das freundliche Börsenklima in näherer Zukunft eintrübt. (fp)