Die Experten von LGT Capital Partners gehen davon aus, dass sich die gute Konjunkturentwicklung im ersten Quartal 2018 fortsetzt. Sie raten deshalb dazu, Aktien weiterhin überzugewichten. Gleichzeitig sollten Anleger aber nach Einschätzung der LGT-Strategen die Übergewichtung leicht reduzieren. Grund dafür ist unter anderem das Kursfeuerwerk der vergangenen Monate, das die Bewertungen an den Aktienmärkten auf ein hohes Niveau getrieben hat.

Die Vermögensspezialisten beobachten an den Finanzmärkten zudem einige Phänomene, die typisch für eine späte Phase des Wirtschaftszyklus sind: Stimmungsindikatoren deuten auf erhöhten Optimismus hin, während Branchenumfragen zeigen, dass sich viele institutionelle Anleger in einer unangenehmen Position sehen. Sie sind in Risikoanlagen übergewichtet, erkennen aber zugleich an, dass sie für Risiken nicht mehr angemessen entschädigt werden. In einzelnen Marktsegmenten sehen die Strategen auch Anzeichen für aufkeimende Übertreibungen, etwa bei Kryptowährungen.

Kriegskassen aufstocken
Konkret hat das Strategieteam des Fondsanbieters zuletzt Aktienpositionen in den USA und in den Schwellenländern verkauft. In den Vereinigten Staaten sind die Anlageprofis nun annähernd neutral positioniert, in den Emerging Markets nur noch leicht übergewichtet. Sie halten es für sinnvoll, zumindest vorübergehend die Bargeldreserven zu erhöhen – auch, um bei stimmungsbedingten Korrekturen zu niedrigeren Preisen einsteigen zu können. (fp)