Die restlichen noch am Markt kursierenden Anleihen, die die ehemalige Kärntner Landesbank Hypo Alpe Adria begeben hatte, werden von den Börsen Wien und Luxemburg genommen. Das Delisting soll an beiden Handelsplätzen bis 29. September erfolgen.

Es gehe um einen Vermögenswert von "weniger als zehn Millionen Euro", sagte ein Sprecher der Heta, der Abbaugesellschaft der ehemaligen Kärntner Landesbank, zu FONDS professionell ONLINE. Die meisten – rund 98,2 Prozent aller Anleihengläubiger – waren auf ein Angebot vom Oktober 2016 eingegangen und hatten ihre Anleihen an den Kärntner Ausgleichszahlungsfonds (KAF) verkauft. Ein paar der Anleihen, die nun vom Markt genommen werden, hält der KAF selbst, ein Teil entfällt auf unbekannte Investoren. "Vermutlich sind darunter auch vermögende Personen aus dem Ausland, die die mediale Berichterstattung in Österreich nicht mitverfolgt haben", so der Sprecher.

Keine Kaufverpflichtung
Die Anleihen sind damit noch bis 29. September an der Börse handelbar. Später nur noch OTC (Over The Counter, also bilateral). "Für den KAF besteht keine Kaufverpflichtung von HETA Anleihen mehr, diese endete im Oktober 2016", erklärt der KAF auf Nachfrage.

Der KAF hatte vergangenen Oktober zwei Optionen angeboten: Vorranggläubiger konnten entweder Anleihen zu 75 Prozent des Nominalwertes zurückzugeben (Nachranggläubiger zu 30 Prozent) oder in eine Nullkuponanleihe (Zero-Bond) mit Bundesgarantie umtauschen. Laufzeit dieser unverzinsten Variante ist für Vorranggläubiger bis 2032, dann sollen sie zu 100 Prozent zurückgezahlt werden. Nachranggläubigern wurde eine 56-jährige Laufzeit angeboten.

Die meisten haben an den KAF verkauft
Allerdings haben sich die meisten Gläubiger für eine weitere Option entschieden: Sie haben nach einer gewissen Behaltefrist ihre Zero-Bonds an den KAF zurückverkauft und sind so mit einer hohen Quote ausgestiegen. Der KAF hat nach eigenen Angaben 89,24 Prozent des ursprünglich ausstehenden Volumens zurückgekauft. Der Rückkaufkurs lag dabei "zwischen 83,916 Prozent und 87,392 Prozent", wie der KAF gegenüber FONDS professionell ONLINE mitteilt. (eml)