Die Finanzmetropole Frankfurt wird zum Haupt- Nutznießer des Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union. Es gebe bereits Zusagen von rund 15 Banken, die wegen des bervorstehenden Brexit ihre Europaabteilungen in Hessens größter Stadt auf- oder deutlich ausbauen wollen, sagte Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) der Zeitung "Wiesbadener Kurier".

"Wir wissen beispielsweise, dass sich alleine vier japanische Institute für Frankfurt entschieden haben", sagte Al-Wazir, ohne konkret zu werden. In den vergangenen Wochen waren in diversen Medien übereinstimmend Nippons drittgrößte Bank Sumitomo Mitsui Financial Group sowie die Investmentbank Nomura als wahrscheinliche Umsiedler nach Frankfurt genannt worden. Auch mehrere US-Investmentbanking-Riesen wie Goldman Sachs und Morgan Stanley sondieren bereits den lokalen Büroimmobilienmarkt.

Wie viele zusätzliche Arbeitsplätze in Frankfurt entstehen werden, sei aber unklar, erklärte Al-Wazir weiter. Auch andere aussichtsreiche Bewerber dürfen sich weiterhin Hoffnung auf "Brexiteers" machen: Einen anderen Weg als viele Wettbewerber beschreitet beispielsweis die Bank of America, die ihre Europa-Zentrale von London in die irische Hauptstadt Dublin verlegen möchte. (ps)