Niederlage für George Soros: Die Wall Street war offenbar zu mächtig für den Star-Investor. Soros hatte in den vergangenen Monaten in großem Stil gegen den tonangebenden US-Börsenindex S&P 500 gewettet, nicht zuletzt, weil er anscheinend mit einem wirtschaftspolitischen Versagen von US-Präsident Donald Trump rechnete. Das amerikanische Leitbarometer macht allerdings nach wie vor keine Anstalten, einzubrechen. Im Gegenteil. Nun hat Soros seine Wetten gegen das Marktbarometer stillschweigend aufgelöst, berichtet die Zeitung "Die Welt" unter Berufung auf eine Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC.

Der 87-jährige Investmentguru hat demnach die Zahl der Put-Optionen, mit denen er vor allem auf fallende Kurse ausgewählter Tech-Konzerne spekulierte, von rund 1,8 Millionen zum Ende des ersten Halbjahrs auf aktuell 200.000 Papiere reduziert. Weil er gleichzeitig mit 200.000 Papieren auf einen Anstieg des S&P 500 wettet, ist er nun unterm Strich neutral positioniert. Von Soros‘ Anti-USA-Spekulationen ist nun lediglich eine kleine Wette gegen den US-Kleinstwerteindex Russell 2000 übriggeblieben.

Großreinemachen bei Tech-Aktien
Auch die Put-Scheine, mit denen Soros auf einen Crash des US-Technologieindex Nasdaq setzte, hat er abgestoßen. Generell räumte er zuletzt bei Technologiewerten tüchtig auf: Er verkaufte seine Beteiligungen an Apple und Snap und reduzierte sein Aktienengagement in Facebook und Twitter, berichtet das Portal Godmode-Trader. Zugleich baute Soros allerdings seine Positionen in Microsoft und Amazon aus. (fp)